Wir haben zur Zeit eine Jungkatze und acht Kitten/Babys, die ein Zuhause suchen!!!! Abgabe ist ab Juni 2017

Für die liebe Betty suchen wir immer noch ganz dringend ein liebes Zuhause, wo sie die Zeit findet, Menschen wieder zu vertrauen.

Betty ist eine Jungkatze, die zwar scheu, aber nicht böse ist. Sie ist draußen geboren und kam über einen Verein mit vier kranken Babys zu uns. Ein Baby hatte es leider nicht geschafft und das war sehr schwer für Betty. Nun sind ihre Babys älter, dürfen bald in ein neues Zuhause ziehen, nur für Betty haben sich noch nicht die richtigen Menschen gefunden. Mich macht das immer traurig, denn so ein liebes Wesen sollte nicht auf der Straße ums Überleben kämpfen müssen. Vielleicht finden wir ja noch rechtzeitig ein Zuhause für sie, wo sie entweder auf einem Reiterhof, oder in einer Familie leben darf. Wir geben die Hoffnung nicht auf.

5 Babys haben schon ein liebes Zuhause gefunden :-)


April 2017

Am 19. April hat unsere süße Trudi vier und am 20. noch einem kleinen Nachzüglerbaby das Leben geschenkt. Alle sind wohlauf und nun haben wir 5 wunderhübsche schwarze Engelchen, die jetzt in Ruhe mit ihrer Mami aufwachsen können.  Für unsere Trudi war es eine schwere Geburt, die sie aber super gemeistert hat und wir sind mächtig stolz auf die junge Maus. Sie ist ja selbst noch ein Kind und muss nun schon Mami sein. Trudi ist eine tolle Katze, die man einfach nur lieb haben muss.


 

Winzlinghausen wünscht all seinen Freunden ein wunderschönes und ruhiges Osterfest im Kreise seiner Familie und seinen Freunden. <3

Auch möchten wir uns dafür entschuldigen, weil wir in der letzten Zeit auf der Katzenseite nicht mehr so aktiv waren. Leider hat das Jahr für uns nicht so gut angefangen. Nicht im Bezug auf Freunde und Hilfen, sondern in den Belastungen. Wir konnten diesmal keine Winterpause machen, da wir über den Winter vielen Adulten helfen mussten.
Dann meine Zahn- und Kiefer Op, wo ich auch nicht ausruhen konnte, sondern am Nachmittag nach der Op schon wieder beim TA saß, weil es einen Notfall gab.
Wir haben es geschafft, Winzlinghausen in den ersten vier Monaten komplett umzubauen, was uns wieder einen Auftrieb gab, obwohl wir manchmal schon am Ende wegen der vielen Arbeiten waren. Dafür auch einen lieben Dank an Detlef und René, ohne die ich meine Vorstellungen nie hätte umsetzen können. Zu dritt haben wir nun etwas Wunderbares für die Winzlinge und ihre Mamis geschaffen. Und das macht mich auch ein klein wenig stolz. :-)

Dann habe ich mich zwischendurch noch in der Babyaufzucht weiter gebildet, weil es ja immer wieder neue Erkenntnisse bei den Winzis gibt. Und am letzten WE mussten wir den schwersten Gang gehen, den man eigentlich nie gehen möchte. Wir sind den letzten Weg mit unserer alten Hündin Kira gegangen. Noch immer ist das Herz schwer und so richtig begreifen wir das auch nicht, denn sie fehlt uns immer und überall. :-(

Auch unsere süße Mami Mila hat uns vom ersten Tag an immer wieder in Atem gehalten, da sie noch nicht so richtig fit ist. Vor ein paar Wochen hätte ich nie geglaubt, dass sie es schafft, 5 so süßen Babys das leben zu schenken. Ich habe, ehrlich gesagt, gedacht, wir müssen, um Mila zu retten, die Kleinen gehen lassen. Aber diese Maus hat so gekämpft, immer so gut mit uns zusammen gearbeitet, dass nun 5 kleine Rocker unser Leben bereichern. :-)
Mila wird noch lange brauchen, bis sie wenigstens wieder so weit ist, dass sie ein normales Leben führen kann. Und ich hoffe, sie muss eines Tages nicht mehr so gepäppelt und behandelt werden. Aber eigentlich bin ich bei ihr auch positiv, wenn ich daran denke, wie sie zu uns kam. Hochträchtig mit 1,9 kg Gewicht. Durchfall ohne Ende, immer wieder zu schwach, um die Babys zu bekommen und wir haben mit dem Tierarzt täglich um diese kleine Familie gekämpft. Bis jetzt hat Mila uns 756,- Euro gekostet und da sind noch keine Kosten für die Kastration, den Bluttest, impfen und chipen bei. Aber unser Ziel wird es sein, dass, wenn sie nach Hause geht, eine gesunde Jungkatze ist, die dann endlich ihr Leben genießen kann. <3

Betty war/ist eine traurige Mami, die bei uns an kam. Eins ihrer Babys kam ja einen Tag früher, aber trotzdem zu spät, da es schon zu krank und schwach war. Die halbe Stunde, wo es bei mir war, konnte ich nur versuchen, aber habe sie dann in Ruhe gehen lassen. Viola hat ihr noch schnell den Namen Sternchen gegeben, denn ohne Namen sollte kein Baby in den Himmel gehen. Die drei anderen Babys von Betty haben wir direkt am nächsten Tag zum TA gebracht, der sie dann erfolgreich behandelt hat. Und nun sind sie schon vier Wochen alt und rocken die Bude. :-)
Betty ist eine, von der Gesundheit her, problemlose Katze. Sie frisst gut und ist eine fantastische Mami. Sie hat nur ein schlimmes Trauma hinter sich und wir geben nun unser Bestes, dass sie bald Vertrauen zu den Menschen, vor allem Frauen, weil bei Männern ist sie ganz lieb, hat. Ich glaube, wenn sie erzählen könnte, müsste ich mich wohl für uns Frauen schämen. Betty wird wohl über uns kein Zuhause finden, denn wer nimmt sich schon eine traumatisierte Katze und gibt ihr alle Zeit der Welt, bis sie kommt und sich schmusig an einen schmiegt. Oder wo sie einen schönen Hof bekommt, wo man sie sicher und liebevoll versorgt, auch wenn es lange dauert, bis sie eine Schmusekatze wird. Dabei ist sie ein ganz besonderes Wesen, hat bis jetzt leider nur nicht das Glück gehabt, liebe Menschen zu finden, die sagen, "bei uns darfst Du in Ruhe ankommen und Zuhause sein". Doch vielleicht erhört man oben meinen Osterwunsch und sie muss nicht zurück auf die Straße, auch wenn sie dort liebevoll betreut wird. :-( Man hängt eben an die Mamis, wenn man Wochen mit ihnen verbringt. Ich weiß aber auch, dass sie liebevoll versorgt wird, wenn sie wieder zurück geht. Das hat mir die Bringerin versprochen und ich glaube ihr das auch, weil sie ein ganz liebes Mädel ist, der die Katzen über alles gehen. <3

Trudi ist unsere dritte Mami bei uns. Sie war auch so ein schwieriger Fall. Man sah kaum was von ihr und gefressen hat sie gar nichts. Ich weiß nicht mehr, was ich ihr alles aufgetischt habe, denn sie war so dünn, dass man das Vater unser durch ihre Rippen blasen konnte. Zuerst habe ich auch nicht geglaubt, dass sie trächtig ist. Auch unser Tierarzt nicht, denn wo sollten da Babys sein? Aber sie ist trächtig und da ich es nun endlich geschafft habe, dass sie auch futtert, nimmt sie kräftig zu. Mittlerweile fühlt sich auch rundum wohl, aalt sich in der Sonne, spielt, lässt sich beschmusen und wenn wir keine Zeit haben, sitzt sie da und beobachtet, wie die Babys von Betty spielen. Ihre neue Besitzerin ist auch klasse, kommt sie besuchen und wir sind im ständigen Kontakt. Wenn Trudi später wieder zu ihr zurück geht, wird sie es sehr gut bei ihr haben. Auch ein junges Mädel, die sich sehr viele Gedanken und ein großes Verantwortungsgefühl hat. <3

Da nun unser neues Gehege auch fertig und eingerichtet ist, habe ich nur noch ein Zimmer vor mir, welches bearbeitet werden muss, was ich aber gut alleine schaffe. Die Männer bei uns haben jetzt mal Pause vor mir. ;-) Wir werden auch die beiden Ostertage ruhig verbringen und einfach mal die Seele baumeln lassen. Morgen kommt noch Besuch, aber das gehen wir ruhig an. Ja, und wenn alles klappt, haben morgen schon drei Babys ein liebes Zuhause gefunden, wo sie dann in ca. 7 Wochen einziehen dürfen. :-)

Ich möchte mich auch noch einmal hier bei allen Freunden für diese so großartig, gelungene Osteraktion bedanken. Das war einfach fantastisch, wie Ihr unser Nest gefüllt habt. Wir sind ja im Grunde nur ein Mini Team in der Katzenhilfe und daher waren Nici, Viola und ich gestern schon sprachlos, als wir den Betrag, der zusammen kam, errechnet hatten. Dafür einen lieben Dank an alle, die unser Osternest mit soviel Liebe befüllt haben. <3

Heute werden aus den ganzen Hilfen 10 Lose von Enya gezogen, die dann von uns ein Danke geschickt bekommen. Wir können ja nicht viel machen, aber dieses kleine Danke ist uns wichtig, damit Ihr nicht denkt, wir nehmen nur und geben nichts. Denn wir sind Euch wirklich sehr dankbar. <3

Nun möchte ich Euch ein schönes Osterfest wünschen und hoffe, Ihr seid nicht böse, dass die Katzenseite zurzeit nicht so mit Geschichten gefüllt wird. Liebe Grüße aus Winzlinghausen, von all seinen kleinen und großen Bewohnern, sowie deren Dienstmädchen Elke. <3

Bild könnte enthalten: Katze und Text

10. April

Gestern schien die Sonne vor Freude, denn der Himmel bekam meinen schönsten Stern zurück. Doch seit gestern regnet es in Winzlinghausen Tränen, denn wir vermissen unseren schönsten Stern unsagbar.

Lieber Lucky,
ich schreibe Dir diesen Brief, weil ich weiß, wie schwer mir seit gestern die Tage fallen werden. Und ich weiß, Du sitzt oben freudig an der Himmelstür und kannst es kaum erwarten, Deine Freundin Kira wieder in Deine Pfoten nehmen zu können. Aber ich weiß auch, dass Du meinen Schmerz und meine Tränen spürst, denn auch wenn für Dich nun die schöne Zeit beginnt, ist es für mich eine schlimme Zeit. Ich werde Dir meine Freundin und Gefährtin übergeben müssen und es bricht mir das Herz.

Ich weiß, Du wirst gut auf sie aufpassen, denn Du liebst sie genauso wie ich. Und ich weiß auch, dass Du in den drei Jahren, die Du ihr voraus gegangen bist, immer geschaut hast, dass es ihr gut geht. Ja, und nun bekommst Du Deine große Liebe wieder. Deine Liebe, mit der Du fast 14 Jahre immer zusammen warst. Mit der Du eine Familie gegründet und uns Benji hinterlassen hast. Unseren Ussel Benji, der uns immer so stark an Dich erinnert. Der Deine Augen hat, Deinen Unsinn weiter führt und der die gleiche starke Liebe verkörpert, die Du uns auf Erden entgegen gebracht hast.

Seit Deinem Tod vergeht kein Tag, an dem wir nicht an Dich gedacht haben, an dem wir nicht über Dich geredet, gelacht und geweint haben. Kein Tag, an dem ich Angst hatte, dass Du nun auch bald unsere Kira wieder zu Dir holst, weil ihre Zeit gekommen ist und sie nun zu Dir möchte. Und gestern kam dann dieser Tag. Wir hatten noch ein wenig Zeit, bevor sie gehen musste. Noch etwas Zeit, wo ich hoffte und mir wünschte, ich wache auf und alles ist nur ein böser Traum. Kira steht wieder freudig vor mir, fordert ihr Frühstück ein und bettelt alle um ein Lecker an.

Fast 17 Jahre war sie meine beste Freundin. Ging so viele Wege mit mir. Wir hatten schwierige Zeiten, aber auch wahnsinnig viele, wunderschöne Momente. Am Anfang hatten wir es schwer. Die Menschen waren gegen sie und sie wurde sogar eine Zeitlang als Listenhund geführt. Knapp ein Jahr habe ich gekämpft für unsere Maus. Doch dann kam die Sonne für Kira und jeder, der sie kennen lernte, konnte sie nur lieben. Sie war die Sonne, die Liebe und das Lachen. Sie war die beste Freundin an meiner Seite. Eine Freundin, die mich nie im Stich gelassen hätte. Eine Freundin, die genauso verrückt war wie ich. Eine Freundin, wie ich sie nie wieder haben werde.

Nun kommt Kira zu Dir, weil der Himmel es so beschlossen hat. Und der einzige Freundschaftsdienst, den ich ihr noch erweisen konnte, war, sie in Würde und umgeben von liebenden Menschen gehen zu lassen. So stolz wie sie war, ging sie auch von uns, und zurück blieb ihre Familie, ihre Freunde, die es heute immer noch nicht verstehen können, dass unser schönster Stern nun nicht mehr in Winzlinghausen strahlt.

Liebe Kira Maus, immer und überall sehe ich Dich noch. Ich kann Dich noch spüren und Deinen Geruch wahr nehmen. Es wird lange dauern, zu verstehen, dass Du nicht mehr da bist. Da Du mich nicht mehr morgens weckst, weil Du Dein Frühstück einforderst. Nicht mehr unsere Freunde nach einem Lecker anbettelst. Nicht mehr mit Dir zum Tierarzt zu fahren werde, den Du so sehr geliebt hast.
Es ist leer ohne Dich und ich weiß nicht, wie wir diese große Lücke stopfen können. Der Schmerz ist so riesig, denn Du hast einen großen Teil unseres Lebens mit uns verbracht. Du bist mit unseren Kindern aufgewachsen, hast mit ihnen Blödsinn gemacht und hast mit mir erlebt, wie sie eines Tages alle nacheinander ausgezogen sind. Du warst da, wenn ich am Ende war und warst da, um mit mir die Freuden zu teilen. Es ist so schwer, zu wissen, dass diese Momente nie wieder kommen und ich weiß einfach nicht, wie ich das schaffen soll. Du fehlst mir so sehr.

Gestern der Tag war wie ein Film. Ein Film, an dem Du von uns gingst, wo wir Dich auf Deinem letzten Weg begleitet haben und wo Detlef Dir noch eine Rose mitgegeben hat, bevor Du heute zu Lucky darfst. Denn auch mein letztes Versprechen Euch beiden gegenüber halten wir ein. Ihr dürft nun wieder zusammen sein. Und ich weiß, Lucky wird vor Freude den ganzen Himmel zusammen schreien. Denn er wartet ja schon so lange auf seine Freundin. Und was auf Erden so eng verbunden war, kann auch der Tod nicht trennen.
In ein paar Tagen holen wir Euch Beide dann wieder nach Hause und dann sind die zwei schönsten Sterne von Winzlinghausen wieder bei uns. Und dann wird der Schmerz auch nicht mehr so stark sein, weil wir dann wieder zusammen sind. Zusammen wie vor 17 Jahren. Freunde, die durch das Leben zusammen gehen.

Liebe Kira, lieber Lucky. Niemals werdet Ihr vergessen sein. In unseren Gedanken, in unseren Herzen werdet Ihr immer unsere Liebe zu Euch spüren und auch weiterhin unser Leben mit uns gehen. Wir werden um Euch weinen, wenn wir von Euch erzählen, und wir werden lächeln, wenn Ihr in unseren Erinnerungen wieder lebendig werdet. Ich weiß, die Liebe ist stärker als der Tod, und die Erinnerung wird den Schmerz weniger werden lassen, damit das Lachen wieder in Winzlinghausen einkehren wird. Aber im Moment tut es noch zu weh und die Tränen laufen, ob man möchte oder nicht.

Liebe Kira, gestern habe ich Dich ein letztes Mal streicheln dürfen. Dich ein letztes Mal im Arm halten dürfen und ich verspreche Dir, ich werde diese Wärme nie vergessen. Du wirst immer meine beste Freundin und mein schönster Stern bleiben. Niemals wird Jemand diesen Platz einnehmen können. Es wird immer Dein Platz bleiben. Im Herzen und im Leben. Denn ich liebe Dich ganz dolle und dies wird immer so bleiben, bis wir uns eines Tages wieder sehen. Bitte vergiß mich nicht und verzeih, dass ich Dich gestern los lassen musste.

In Liebe, Deine verrückte, Dich liebende Freundin Elke, mit Detlef, Dirk, Verena, Michael, Stephan und René, sowie Deinem süßen Sohn Benji.


06. April.

Seit knapp einer Woche ist Trudi bei uns. Sie ist unsere dritte Mami im März 2017 und wird ihre Babys in ca. 2 Wochen bekommen. Trudi ist noch eine junge Katze von 9 Monaten und wurde von ihrem Papi gedeckt. Sie ist noch ein wenig verhaltensgestört und ich musste sie auch erst an Futtern bekommen. Aber mit jedem Tag erzielen wir einen Erfolg mehr. Mittlerweile futtert sie gut und kommt auch sofort an, wenn ich sie rufe. Trudi wohnt jetzt neben Becky im zweiten Mutter-Kind Gehege. Da wir nun voll sind, da wir ja auch noch Mila mit ihren Kleinen haben, bauen wir am Wochenende noch ein drittes Mutter-Kind Gehege für den Notfall.


März 2017

26. März 2017

Und immer wieder begleiten uns die Tränen

 

Es fällt mir immer noch schwer und alleine bei der ersten Zeile laufen wieder die Tränen, aber Leonie darf nicht umsonst gestorben sein. Und darum werde ich die Geschichte von Leonie erzählen. Von Leonie, einem Baby, das auf die Welt kam, um uns den Tod und Tränen zu bringen.

Leonie sah ich das erste Mal auf einem Bild im Tiermarkt Kreis Heinsberg. Ich schaue immer mal wieder dort rein, weil es dort oft mal gute Sachen zu verkaufen gibt, aber auch, um mal ein paar Wort zu den eingesetzten Tieren dort zu schreiben. Ja, und dann sah ich das Bild von Leonie. Sie hatte zu der Zeit noch einen anderen Namen und sie schaute so traurig und müde auf dem Bild aus, dass es mir das Herz zerriß. Eigentlich kaufe ich keine Tiere von privat, weil ich die Hobby Vermehrer nicht unterstützen möchte, aber bei Leonie war das anders. Ihre Augen ließen mich nicht mehr los und ich habe dann natürlich versucht, sie zu kaufen. Zwei Tage später, an einem Samstag, war es dann soweit und fuhr sie holen. Es war eine freundliche Frau mit drei kleinen Kindern und sie erzählte mir, dass sie mit der Kleinen überfordert war. Die Mami wäre auch da und auch schon kastriert. Als ich Leonie nahm, um sie in den Korb zu setzen, fühlte sie sich richtig heiß an und mein erster Weg war direkt zu unserem Tierarzt. Dort wurde dann eine schwere Infektion festgestellt und Leonie hatte 40,5 Grad Fieber. Wir fingen sofort mit der Erstbehandlung an und am Montag kamen dann die ganzen Untersuchungen. Ich wollte etwas warten, damit die kleine Maus erst einmal zur Ruhe kam. Sie hat das ganze Wochenende nur geschlafen, gefressen, geschlafen. Wochenlang ging dann das aufpäppeln weiter, die Tierarztbesuche und die Sorge um Leonie. Dann war es endlich soweit, die Kleine war gesund. Die Ergebnisse waren in Ordnung und ich glaube, ich habe da das erste Mal bei ihr Tränen geweint. Denn einige Zeit sah es ja nicht gut aus.
Leonie ist mir in dieser Zeit tief ins Herz gewachsen. Alle kleinen und großen Näschen, die so kämpfen mussten, sitzen tief in meinem Herzen. Ich bin glücklich, wenn sie es, wie z.B. bei Lilly und Penny mit ihren Babys, Gismo, Maya, Sparky und Tom, dann schaffen und ich zerbreche, wenn ich dann einen Kampf, wie z.B. bei Marie, Teddy, Maggy und Dina, verliere. Ich werde nie verstehen, warum Gott immer die Guten holt und die Schlechten auf der Welt leben lässt. Fairer wäre es, er würde nur die Schlechten holen, dann wäre uns Welt sauber und gut. Aber wir müssen seine Entscheidungen akzeptieren, weil auch diese schlimmen Entscheidungen uns eins lehren. Sie lehren uns die Liebe und den Schmerz, wenn wir etwas verlieren. Und wir erinnern uns an unsere Seele, damit wir weiter das Gute schützen und für es kämpfen.
Als der große Tag für Leonie kam und sie ihr großes Glück in einer super lieben Familie fand, weinte ich ein zweites Mal um sie. Denn, auch wenn diese Näschen dann in ihr Glück ziehen, es zerreißt mir jedes mal das Herz. Meist läuft der Abschied dann ganz schnell. Ich kann kaum mit zur Tür gehen, denn ich würde sie am liebsten wieder alle an mich drücken und nie mehr los lassen. Zum Glück verstehen das die neuen Familien und sagen ganz schnell tschüss, damit ich mich wegen meiner Tränen nicht schämen muss.
Leonie hatte wirklich ihr großes Glück gefunden. Sie wurde ein fester Teil ihrer Familie, wurde geliebt und auch der Kater Timmy liebte die kleine Maus über alles. Leonie eroberte dort, wie zuvor auch schon bei uns, alle Herzen im Sturm. Ja, solche Katzen gibt es, ich nenne sie Herzkatzen, oder Herzkater, denn sie tragen die goldene Sonne in sich. Und Leonie war so eine Herzkatze. Eine Herzkatze, die leider nur 12 Wochen ihre Familie glücklich machen durfte. 12 Wochen, die ihnen blieben, um die Liebe und das Glück ganz tief in sich zu spüren. 12 Wochen, in denen niemand an den Tod und die Tränen gedacht hat. Und doch weint jetzt alles um die kleine Leonie, denn es ist so unsagbar schwer, das Schreckliche zu begreifen. Während alle glücklich waren, wuchs der Tod in Form eines inoperablen Tumors in Leonie heran. Unsichtbar, aber immer weiter wuchs der Tod in ihr, der mir zum dritten mal die Tränen brachte. Er lies der Familie keine Zeit zum Abschied nehmen. Er nahm Leonie an einem Tag mit sich und zurück bleiben, Trauer, Verzweiflung und Tränen. Und bei mir die Frage, habe ich es richtig gemacht? Hätte ich nicht den Tiermarkt ausmachen und Leonie an diesem Tag vergessen sollen. Dann denke ich wieder, es war Schicksal, es musste so sein. Leonie sollte uns aufzeigen, dass wir endlich aufhören sollen, auf diese unverantwortlichen Tierverkäufer einzugehen. Denn in vielen Fällen steht mit dem Kauf auch der Tod mit in der Tür. Und zurück bleiben nur Erinnerungen und Tränen.

Leonie wurde geboren, um zu sterben. Sie hatte keine Wahl, weil es immer wieder Verkäufer und Käufer gibt, die auf "Geiz ist geil" stehen. Wo es den Käufern egal ist, ob die Mamis und Babys jemals einen Tierarzt gesehen haben, Hauptsache billig, oder gar umsonst. Denn selber geht man ja auch nicht gerne zum Tierarzt. Ein Tierarzt kostet Geld, welches man für sich selber ausgeben möchte. Oder man hat erst keins, möchte aber auch mal Mami spielen. Werden solche Babys dann krank, fliegen sie meist auf die Straße, oder wenn sie Glück haben, werden sie beim Tierschutz als Fundkatze abgegeben. Ich zähle nie die vielen unverantwortlich produzierten Babys, die Jahr für Jahr bei uns abgegeben werden. Wo ihre Besitzer noch nicht mal den Mut haben, zu sagen, es ist ihre Katze. Ich sehe nur jedes mal diese traurigen Augen, die nicht verstehen, warum gerade sie dieses Schicksal bekommen haben. Und ich verstehe nicht, wieso es immer noch sein kann, dass so viele Katzen einfach unüberlegt produziert und verkauft/verschenkt werden. Wachen wir Menschen denn niemals auf? Müssen wir uns immer und immer wieder an dem Tierleid bereichern?

Leonie steht für die vielen Babys, die auch diesen Sommer wieder produziert werden, um als Unfall, oder "ich wollte auch einmal Babys haben", für einen schnellen Euro den Besitzer wechseln. Was aus den Babys wird, egal. Hauptsache weg, wenn sie Arbeit machen und selber fressen. Denn dann kommen die Kosten und die will man nicht. Man will ja verdienen. Und es gibt sie dann immer wieder, die dummen Käufer, die denken, die machen ein Schnäppchen, womit sie sich dann als "Retter" aufspielen können, um ihre Dummheit zu verbergen. Holt man sich ein Baby aus einer verantwortungslos herangezogenen Privatabgabe, ist man auf keinen Fall ein "Retter". Ganz im Gegenteil, man unterschriebt damit viele Todesurteile für viele kleine Babys, die aufgrund der dummen nachfrage ja weiter produziert werden, bis die Katzenmami irgendwann vor Krankheit und Erschöpfung nicht mehr kann und auf die Straße landet, um Platz zu machen für die neue Nachschubmami. Und egal, wie oft ich das noch predige. Es gibt sie immer wieder die Dummdenker, die meinen, den Katzen etwas Gutes zu tun, wenn sie ein Baby aus so einer Familie heraus holen.

Aber wehe, das Katzenkind ist, oder wird dann krank. Dann ist das Geschrei groß, dann fühlt man sich übers Ohr gehauen und jammert allen die Ohren voll. Es gibt kein Begriff für solche Menschen, denn wie soll man sie anders nennen, als Dummdenker. Menschen, die denken, sie tun etwas Gutes, indem sie dafür sorgen, dass viele Babys geboren werden, um sterben zu müssen. Sorry, für meine Worte, aber so denke ich nun mal über Menschen, die nicht nachdenken und sich nur wichtig machen wollen.

Leonie hatte das Glück, in ihren wenigen Wochen das große Glück zu finden und so viel Liebe zu bekommen, dass es ihr den Weg über die Regenbogenbrücke erleichterte. Aber sie hinterlässt so eine riesen Lücke und einen Schmerz, der unbegreiflich ist. Ich weiß, ich hätte sie nie dieser Familie krank abkaufen können, aber ihre Augen haben mein Herz berührt und mein bauch hatte schon die Entscheidung getroffen, bevor mein Verstand nur ein Wort sagen konnte. Ich bereue es nicht, denn Leonie ist die erste und auch die letzte Katze, die ich privat gekauft habe. Und Leonie hat mir gezeigt, was passieren kann, wenn solche Babys aus unverantwortlichen Händen verkauft werden. Sie hatte es gut, sie wurde umsorgt und geliebt, aber es hätte auch anders laufen können. Seit Leonie tot ist, gehen mir viele Gedanken durch den Kopf und immer wieder denke ich unter Tränen darüber nach, aufzuhören. Denn was bringt es, wenn wir immer mit aller Kraft auf der einen Seite versuchen, den Babys zu helfen, damit sie eine wunderschöne Zukunft haben, während auf der anderen Seite solche verantwortungslosen Vermehrer unterstützt und sogar im Stillen geduldet werden? Bekommt man das Leid nicht mit? Will man es nicht sehen? Liest man nicht die Geschichten unserer aufgenommenen Babys? Ich weiß es nicht. Aber ich bin im Moment auch verzweifelt, traurig und wütend zugleich. Zum Glück wird es dieses Jahr ein ruhiges Jahr für uns, da unser Tierschutz nun auch die Türen für die kleinsten der Ärmsten geöffnet hat und man dort die Babys abgeben kann. Und ich denke, ich brauche diese Ruhe auch. Denn es verbraucht so unendlich viel Kraft, jedes mal zu lieben, obwohl man weiß, der Tod jedes mal mit an der Tür, wenn ein Baby bei uns abgegeben wird. Und mit Leonie habe ich zwar unendlich viel Liebe zu uns geholt, aber auch eine liebe Familie unglücklich gemacht. Ich habe ihnen die Tränen statt des Glückes auf ein langes Katzenleben mit gegeben und es tut mir so unendlich leid für sie und Timmy.

Leonie wird nie vergessen sein und ich hoffe und bete, dass vielleicht sie ein wenig die Menschen aufrüttelt. Das Leonie ihnen zeigt, dass sie mit diesen Billigkäufen, ohne Sinn und Verstand nur den Tod und nicht das Leben unterstützen. Sie können ja Babys kaufen, wenn ihnen die Schutzgebühr beim Tierschutz zu hoch ist, was auch ....., na ja, darüber schreibe ich jetzt nicht. Aber bitte lasst Euch die Impfpässe der Muttertiere zeigen. Fragt, bei welchem Tierarzt sie sind und ob Ihr dort nachfragen könnt. Die Muttertiere sollten auch einen Entwurmungspass haben. Denn eine Mami, die produzieren muss, sollte nicht nur einmal im leben eine Wurmkur haben. Gerade in der Trächtigkeit ist es wichtig, sie regelmäßig zu entwurmen. Fragt nach dem Giardien/FIV/FELw Test. Fragt nach dem Deckkater. Fragt den Verkäufern Löcher in den Bauch, bevor Ihr entscheidet, ihnen ein Baby abzukaufen. Auch wenn sie noch so süß sind, können diese Babys den Tod mit in die neue Familie bringen, denn ihn sieht man erst, wenn es schon zu spät ist.
Babys müssen bei der Abgabe dreimal entwurmt und mindestens einmal schon geimpft sein. Sie sollten niemals vor der zehnten Woche, besser wäre die zwölfte Woche von der Mami weg. Bei Handaufzuchten kann man schon mal eher, da sie eh nur Menschen kennen, aber auch diese sollten mindestens neun Wochen und alle Entwurmungen und die Impfung haben. Selbstverständlich sollten sie auch gekennzeichnet sein. Ein kleiner Chip, der für die Katze oft ein lebenswichtiger Perso sein kann und den Besitzern, sollten sie einmal verschwinden, viele Tränen ersparen. Und ohne Schutzvertrag und Angaben aus dem Personalausweis sollte kein Verkauf über den Tisch geregelt werden.
Sollten diese Voraussetzungen alle nicht gegeben sein, nehmt Abstand von dem Kauf eines Babys. Denn sonst unterstützt Ihr die verantwortungslose Vermehrung und den Tod vieler Katzenbabys. Dann seid Ihr keine "Retter". sondern die Käufer von Wühltischbabys. Auch wenn Ihr Euer Handeln mit noch so vielen Ausreden zu entschuldigen versucht. Ihr bringt mit dem Kauf eines Babys, hunderten von Babys den Tod.

Ich hoffe und bete, dass meine Abschiedsgedanken zu Leonie richtig verstanden werden, denn wenn ich dies nicht schreiben würde, wäre ich nichts anderes als die, die diese Sachen immer noch unter dem "Deckmantel des Schweigens und dann habe ich meine Ruhe", verschwinden lassen. Leonie soll nicht umsonst gestorben sein. Leonie soll aufwecken und vielleicht die Menschen wieder ein Stück weiter zum Umdenken bewegen. Leonie wollte leben und nicht geboren werden, um zu sterben. Und Leonie wollte ganz sicher nicht, dass die Tränen über dem Glück stehen.
Ich bin dankbar, diese Herzkatze gekannt zu haben. Dankbar, dass ich ihre Liebe eine Zeitlang spüren durfte. Und dankbar, dass sie bis zu ihren letzten Lebensminuten unsagbar geliebt und begleitet wurde. Dieses Glück haben nicht alle Herzkatzen. Sie sterben einsam, unter Schmerzen, draußen auf der Straße, oder werden einfach zum einschläfern beim Tierarzt abgegeben, weil man ja keine Kosten für seinen Billigerwerb haben möchte.

Für Leonie kämpfe ich jetzt noch um und mit Mila um das leben von ihr und ihren Babys. Aber ich spüre auch, dass ich langsam keine Kraft mehr habe und ich weiß nicht, ob ich das alles noch weiter machen möchte. Es wird so viel Konkurrenzkampf veranstaltet. Wir werden immer wieder schlecht gemacht, weil wir nicht so sind, wie man es Tierschutzmäßig von uns erwartet. Und wir müssen Jahr für Jahr so stark um den Erhalt unserer kleinen Aufzuchtstation kämpfen, dass ich manchmal am liebsten nur noch mit der Decke über den Kopf im Bett liegen möchte. Denn ich suche mir nicht die besten Sahneschnitten aus und ich kann mich nicht ausruhen, weil andere meine Arbeit machen. Ich habe den Weg der Tränen gewählt, auch wenn ich ehrlich gesagt, vorher nicht wußte, wie hart er sein wird. Im Moment bin ich nur unsagbar traurig und verzweifelt. Nutze die Nächte, um in alten Berichten nach zu lesen, was ich hätte alles anders, oder besser machen können. Und doch weiß ich, dass auch dieses Jahr wieder neue Tränen kommen und ich mich frage, was ich noch hätte tun können, um diese Tränen zu vermeiden. Das macht müde und verzweifelt und daher ist der Gedanke immer da, einfach aufzuhören und wieder ein ganz normaler Mensch zu werden. Mein Mann sagt zwar immer lachend, normal werde ich eh nie wieder, aber ich denke, Ihr wißt, wie ich es meine. Man ist einfach nur müde und unendlich traurig. Und wenn man direkt zu Anfang des Jahres schon so einen harten Kampf hat, wie bei Mila und ihren Babys, hat man auch Angst vor dem Rest des Jahres. Ich hoffe, Ihr versteht das ein wenig.

PS. Es wäre für Leonie toll und wichtig, wenn manche von Euch diesen Bericht teilen würden. Vielleicht erreichen wir so wieder einige Menschen, die umdenken und den Produzenten von Katzenbabys den Rücken kehren. Danke Euch. <3

Mit traurigen Grüße, Elke und die Winzlinghausener

+ 24. März 2017 - Lonie, für immer in Liebe


17. März - kleine Bildergalerie unserer ersten 5 Winzlinghausener


12. März

Eine große Hilfe für unser Heim der Herzen und wir würden uns riesig freuen, wenn viele Freunde der Katzenhilfe mit machen würden. Vielen Dank.

Wir möchten Ostern gerne für die Winzis ein buntes virtuelles Osternest erstellen
Es geht so wir habe 4 Farben im Angebot die Preise werde ich unten einsetzen. Die Auktion läuft bis am Oster Samstag 15. April 2017 um 20.00 Uhr.
Wir werden alle virtuellen Eier Sammeln davon 3 Haupt und 7 Trostpreise auslosen.
Die Gewinner werden am Ostermontag bekannt gegeben. So können wir einigen von ...Euch auch etwas zurück geben
Die Idee hat unsere Nici übrigens bei Frieden für Pfoten gemopst (natürlich mit Ihrem Einverständniss)

Jedes Ei steht für eine Spende

GELB 5 Euro
BLAU 10 Euro
ROT 15 Euro
GRÜN 20 Euro

Wer gerne mitmachen möchte schreibt bitte in den Kommentaren welche Farbe er gerne haben möchte.
Bitte die Spende auf unser Paypal Konto
winzlinghausen@gmx.de , oder auf unser Konto unter Kontakt, überweisen.
Schon mal ganz vielen Dank an alle die den Winzis ein schönes Osternest gestallten.
Liebe Grüsse Nici

 


12. März

Kommende Woche holen wir noch diese süße Maus nach Winzlinghausen, da sie keiner möchte, weil sie wild und eben keine Besonderheit ist. Wir sind zwar auch nur eine kleine Aufzuchtstation, aber es bricht mir das Herz, dass die arme Maus draußen leben soll. Sobald sie kastriert ist, fange ich mit der Sozialisation an und dann suchen wir für sie ein liebevolles Zuhause. Denn jede Katze hat ein Recht auf ein liebes Zuhause, auch wenn es am Anfang ein kleines Wildi ist. Die Finderin hätte sie gerne behalten, aber kann sie nicht in die Wohnung holen und sie wohnt an einer stark befahrenen Straße. Darum hat sie sich an uns gewandt und gemeinsam werden wir nun der Süßen helfen.


11. März

Heute haben wir diesen Jungkater übernommen. Er hielt sich seit drei Tagen beim Fressnapf in Erkelenz auf und wollte immer in den Laden. Keiner scheint diesen Kater zu kennen, denn es wurde überall nach gefragt, aber er scheint alleine zu sein. Es kann daher sein, dass er einfach dort ausgesetzt wurde, warum auch immer.

Wir haben ihn Bobby getauft. Bobby ist ca. 16 bis 20 Wochen alt, absolut lieb und schmusig und mag alles und jeden. Zurzeit ist er in Quarantäne, weil er voller Flöhe war. Beim Tierarzt haben wir schon mal den Check gemacht und ihn entwurmt und entfloht. Sobald er sich etwas aufgebaut hat, wird er kastriert, geimpft und geschipt, und sollten sich keine Besitzer melden, darf er in ein liebevolles Zuhause ziehen. Mit Bobby holt man sich einen wahren Schatz und Freund ins Haus.


10. März

Am Freitag, den 10. März hat unsere Mila fünf süßen Babys das Leben geschenkt.

Leider gab es bei einem Baby Schwierigkeiten. Es war sehr schwach, bekam kaum Luft und konnte die Temperatur auch nicht selber halten. Mila hat es mitsamt Nachgeburt vor der Wurfkiste liegen gelassen und wollte es auch nicht annehmen. Dank unseres Brutkastens und einer Rundumbetreuung hat das Kleine es geschafft und liegt nun mit seinen Geschwisterchen wieder bei der Mami. Ich beobachte es noch und Wiegekontrollen sind auch noch wichtig, aber es sieht alles zurzeit gut aus.

Wir wissen die Geschlechter noch nicht und sie müssen auch noch zwölf Wochen bei uns bleiben. Danach suchen alle ein liebevolles Zuhause.


09.März

Neue Bilder von unserer süßen Mila. Wir warten noch auf die Babys, aber alles ist noch im grünen Bereich

Unserem Felix geht es immer noch nicht besser. Für mich ganz schlimm, denn er liegt mir sehr am Herzen, da er ja unser erster Pflegi in der Katzenhilfe vor neun Jahren war. Ich hoffe, er erholt sich wieder.

Dann war ich gestern mit unserem alten Mädchen Kira beim Tierarzt, da sie Durchfall und ich Angst hatte, sie könnte beim Spaziergang etwas gefuttert haben, was ihr nicht bekommt. Dabei wurde nun auch eine Herzinsuffizienz festgestellt. Meine arme Maus, ich bin total traurig darüber, denn man kann ja in dem hohen Alter ( fast 17 Jahre ) nicht mehr viel machen. Nun genießen wir unsere letzte, gemeinsame Zeit und ich bete ein wenig, dass wir diesen Sommer noch zusammen erleben dürfen.


04. März

> Bei Winzlinghausen - ein warmes Nest entsteht, haben wir wieder neue Bilder unserer Arbeiten und einen kleinen Bericht eingesetzt.

> Mit Mila sind wir jetzt langsam auf der Zielgeraden. Wir erwarten ihre Babys in ca. 8 bis 10 Tagen und hoffen, dass sie alles gut übersteht und ihre Babys gesund zur Welt kommen.

> Leider hat unser süßes Herzblatt Felix nach acht Jahren nun Caliziviren bekommen. Dies ist eine Folge seines chronischen Katzenschnupfens. Zurzeit hat er Schmerzen und frisst kaum, aber wir hoffen, dass die Medikamente bald anschlagen und es ihm wieder besser geht.

> Tja, und leider warten wir noch auf ein Rollo, damit wir auch endlich das Mini-Winzi Zimmer fertig stellen können. Montag werde ich mal wieder nachfragen gehen. Denn unsere Omi wartet schon sehnsüchtig auf ihr neues Sonnenreich und wir ehrlich gesagt, auch. :-)

> Über den tollen Erfolg unserer Hilfsaktion, "Helfen, damit das Licht in Winzlinghausennie erlischt", freuen wir uns sehr. Den neusten Stand setze ich dort immer ein. Vielen Dank an alle Freunde von Winzlinghausen, die uns mit einer Spende unterstützen. Ich würde ja nicht betteln, aber wir haben leider keine Hilfen und werden auch nicht gesponsert. Da wir aber nicht weniger Arbeit haben, als die TSV bei uns, muss ich leider immer mal wieder um Hilfe bitten. Sorry.


Februar 2017


25. Februar

Lieber Sneakers, heute muss ich wieder Zeilen schreiben, die mir das Herz zerreißen, denn Du mein kleiner Schatz bist gestern Abend über die Regenbogenbrücke gegangen, ohne Dich verabschieden zu können. Ja, zu dürfen. Ein Autofahrer hat entschieden, dass Deine zeit bei uns nun zu Ende ist, hat Dich überfahren und einfach liegen gelassen. Und ich bekomme einfach nicht mehr die Gedanken und Bilder aus dem Kopf.
Lieber Sneaky, ich sehe Dich noch vor mir, als wäre es gestern gewesen, als Du vor drei Jahren mit Deinem Bruder zu mir gekommen seid. Ihr ward so wild, dass wir Euch schon als Kitten mit der Lebendfalle einfangen mussten. Während Dein Bruder nach der Kastra lieber wieder zu seiner Familie wollte, bist Du bei uns geblieben. Du hast entschieden, ein liebes Zuhause zu wollen und diese Entscheidung war für uns ein Geschenk, denn Du warst ein Geschenk. Du hast mein Herz von der ersten Minute an erobert, hast Dich mit so viel Liebe eingeschlichen, dass Du ein wertvoller Freund für uns Menschen und für die Katzen wurdest. Du warst zwar ein schüchterner, aber ein liebevoller Kater, der nur aus einem goldenen Herzen bestand. Und nun schlägt dieses wunderbare Herz nicht mehr, denn Du wurdest aus dem Leben gerissen und ich hoffe und bete, dass es ganz schnell ging, und Du nicht leiden musstest.
Ich weiß, Du wärst nie ein Kater für nur drinnen gewesen, aber Du warst auch immer vorsichtig und kanntest das Leben draußen ja. Warum Du nun gehen musstest, weiß Gott alleine. Er hat jetzt einen neuen Engel, einen neuen glänzenden Stern am Himmel. Wir haben nur noch die Tränen und die Erinnerungen an einen wunderbaren Freund.
Lieber Sneakers, auch wenn Du nun nicht mehr bei uns weilst, sollst Du wissen, dass Du immer in unserer aller Herzen bleiben wirst. Denn Liebe kann uns auch der Tod nicht nehmen. Liebe hält uns das lebendig, was uns wichtig war. Und Du warst uns auch wichtig, auch wenn Du schon lange eine wundervolle Familie hattest, die Dich genauso geliebt hat, wie wir. Deren Prinz Du warst und wo Du nun eine riesen große Lücke hinterlässt. Du wirst nun in ihrem/Deinem Garten einen wunderschönen Platz bekommen. Ein Ort, den Du immer geliebt hast und wo Du in Gedanken immer weiter leben wirst. Aber wo Du auch unendliche Trauer und Tränen hinterlässt. Denn keiner kann Dich und Dein goldenes Herz je ersetzen.

Lieber Sneaky, ich weiß, Eddy und alle seine Freunde haben oben auf Dich gewartet und Dich in ihre warmen Pfoten genommen. Und sie werden Dir die Liebe geben, damit Du keine Angst hast und den Schrecken vergißt. Dort, wo Du jetzt bist, ist es wunderschön. Dort gibt es keine Angst, keine Schmerzen, keine Trauer. Und dort wirst Du wieder jeden Tag im großen Paradiesgarten ein liebevoller Prinz sein, von wo Du uns jeden Abend Dein hellstes Licht schenkst, damit wir sehen, auch Du denkst an uns. Sneaky, wir werden Dich nie vergessen, denn wir lieben Dich. <3
Machs gut, mein Schatz, Du wirst unvergessen bleiben. Deine sehr traurige Winzlinghausener Familie. :-(

Liebe Wiebke, ich drücke Euch in Gedanken und weine mit Euch um Sneakers. Seine Erinnerungen werden unsere Freundschaft immer stärken und ich werde auch weiterhin immer für Euch da sein. Ihr ward die beste Familie, die Sneakers bekommen konnte, und dafür danke ich Euch von ganzem Herzen. <3 Traurige Grüße, Elke

 


24. Februar

Die Besitzer von Amira wurden gefunden. Sie haben die Bilder erkannt und sich sofort bei uns gemeldet. Mittlerweile waren sie auch schon zweimal zu Besuch. Wir haben beschlossen, da Mila/Amira ja krank ist, dass sie bei uns bleibt, ihre Babys bekommen kann und wenn die Babys entwöhnt sind, dann kastriert, geimpft und gechipt wieder zu ihren Besitzern zurück kann. Hier kann sie jetzt in Ruhe ihre Babys bekommen und keine weiteren Tiere anstecken. Wir hoffen nun, dass alles gut verläuft und alle Babys gesund zur Welt kommen. Im Moment ist es eine Wartezeit, wir können nicht beeinflussen, wie es ausgehen wird. Aber wir denken positiv, denn die Hoffnung stirbt zuletzt. Und daher wird hier alles dafür getan, dass wir zu einem Happy End kommen. Wir rechnen Mitte März mit den Babys.


12. Februar

 

Gestern haben wir eine ältere, trächtige Fundkatze übernommen, die wohl schon lange draußen unterwegs war. Die Finderin hat schon angefangen, sie aufzupäppeln und wir machen nun weiter. Außerdem wird sie noch unserem Tierarzt vorgestellt. Nun hoffen wir alle, dass alles gut verläuft und sie bald gesunde, kleine Winzlinghausener zur Welt bringt. Wir haben die Maus Amira genannt, da sie unser erster Gast 2017 ist und somit unser Alphabet ja wieder bei A anfängt. Natürlich werden wir in Abständen immer über diese Zuckermaus berichten.


Wir haben ein Auto gefunden. Vielen Dank an alle, lieben Angebote. Wir waren richtig überwältigt.

10. Februar

 

WICHTIG!!!

WIR SUCHEN EIN GEBRAUCHTES Auto BIS 1000,- EURO. ES SOLLTE DIE GRÖßE EINES SEAT IBIZA / CLIO / CORSA HABEN. ES WÄRE GANZ TOLL, WENN IHR DAS WEITER TEILEN WÜRDET, DENN WIR BRAUCHEN EIN ZWEITES EINSATZFAHRZEUG, DA ICH GERADE IM FRÜHLING/SOMMER NICHT IMMER SELBER FAHREN KANN UND NUN EIN AUTO ZUR VERSTÄRKUNG UNSERES TEAMS SUCHE. EINEN FAHRER HABEN WIR SCHON, DER DIESE AUFGABE DANN ÜBERNIMMT.

VIELEN DANK FÜR EURE MITHILFE BEI DER SUCHE. DAS TEAM DER KATZENHILFE ERKELENZ


 

05. Februar

 

Seit dieser Woche arbeite ich auf unserer 2. Etage, um bis Mai auch diese fertig zu haben. Kleine Berichte und Bilder findet Ihr immer unter "Winzlinghausen, ein warmes Nest entsteht".

 


03. Februar

 

Erinnerungen 2016

Maya und Lexy

Maya und Maggie wurden mir als kleine Babys gebracht. Sie wurden draußen gefunden, als sie erst ein paar Tage alt waren. Hier kämpften sie lange einen schlimmen Überlebenskampf gegen Giardien, den Maggie leider nicht gewann. Sie starb an einem Wochenende ganz friedlich auf ihrem Lieblingsstofftier, nachdem sie sich wirklich schlimm gequält hat. Für mich ein schlimmer Moment, denn sie hätte nicht sterben müssen, doch leider verbreiten sich draußen die Giardien enorm und viele Mamis sind schon damit infiziert und wenn sie nicht selber daran sterben, dann sind sie Träger und bringen ihren Babys den Tod. Die Mami von Maya und Maggie ist wahrscheinlich daran gestorben, denn in der Nähe der Babys wurde eine tote Mamikatze gefunden und wir vermuten, dass es ihre Mami war.
Maya musste viele Wochen kämpfen und oft sah es so aus, als ob sie es auch nicht schaffen würde. Ich weiß nicht mehr, wie ich es geschafft habe, die Nächte und die Tage zu vereinen und immer nur ein paar Minuten zwischendurch zu schlafen. Aber die Angst um die Babys hat alles ausgeschaltet. Und sie waren ja nicht die einzigen Babys mit Giardien. Da waren noch Pamela und Jack, Teddy und Gismo, Tom und Sparky. Auch Teddy hat es leider nicht geschafft. Ich weiß nicht, ob Ihr Euch vorstellen könnt, wie es ist, ein kleines Wesen an Giardien zu verlieren. Wie es ist, wenn man vorsichtig zu füttert und es gleichzeitig wie Wasser wieder unten aus ihnen raus läuft. Wie sie mit Fieber kämpfen, weil ihr kleiner Körper keine Abwehrkräfte mehr hat. Wie man sich an einem Tag um jeden noch so kleinen Fortschritt freut, um dann am nächsten Tag weinend im Garten zu sitzen, weil es wieder Rückschläge gab. Dann dieser wahnsinnige Gestank, den man nicht nur aus den Räumen nicht bekam, sondern auch nicht aus der Nase. An essen denkt man da nicht mehr und jeder Tag beim Tierarzt war peinlich, weil man diesen Gestank ja mit brachte. Von den Kosten muss man nicht erst sprechen. Alleine Tom und Sparky haben mir über 800,- Euro gekostet.
Man packt die Kleinen in Watte, lässt keinen mehr rein, wird schon paranoid, wenn sie nur ein wenig glasige Augen haben und selbst beim Tierarzt hat man das Gefühl, jetzt kommen alle Viren auf die Babys. Eben paranoid.
Es gab auch Momente, wo ich aufgeben wollte. Wenn Viola mir da keinen Mut zugesprochen hätte, ich hätte das nicht geschafft. 14 Wochen Giardien und 14 Wochen Angst um die Babys. 14 Wochen keinen Menschen, außer dem Tierarzt Team und meinen Mann um mich gesehen. Und 14 Wochen keinen richtigen Schlaf.
Doch dann kommt der Tag, wo sie es geschafft haben. Wo man sich wie ein Kind zu Weihnachten über das erste Würstchen von ihnen freut. Wo man weinend vor Freude neben ihnen steht, weil sie selber den ganzen Napf leer futtern. Und weil man sie nicht mehr los lassen möchte, weil sie in den Wochen mit aller Kraft in Dein herz gerutscht sind.
Ja, selbst, als sie schon ausgezogen waren, hatte ich immer noch Angst, dass ihnen etwas passiert.

Und dann kommen nach einer Zeit diese Bilder. Maya mit Lexy, zwei wunderschöne Katzendamen, die mir wieder vor Rührung die Tränen in die Augen treiben. Maggie durfte so ein tolles Happy End ja nicht bekommen. Dafür wurde es dann Lexy, einem Baby von Dana geschenkt. Lexy und Maya lassen mich hoffen. Mich hoffen, dass ich in diesem Jahr wieder stark für die Babys und gegen die Giardien kämpfen werde. Obwohl ich weiß, es wird wieder für einige Winzis bei uns das Ziel ihrer Reise sein und sie werden dann eines Tages von Eddy geholt.

Auch wenn Maggie nun nicht mehr bei uns ist, weiß ich, dass sie lächelnd von ihrem schönsten Stern auf ihre Schwester und deren Freundin schaut. Sie hat jetzt Dina, Teddy, Jacky und all die anderen Winzis bei sich, die es 2016 nicht geschafft haben. Denn im Himmel gibt es eine kleine Winzlinghausen Ecke, wo sie alle auf mich warten. Denn eins ist gewiss, wir sehen uns eines Tages wieder und bis dahin hoffe ich, diese kleine Winzecke im Himmel nicht mehr zu füllen, sondern dass alle Babys ein liebes Happy End finden. Ich weiß, hoffen ist nicht Realität. Aber hoffen gibt Kraft und Kraft braucht man jedes Jahr bei dieser so emotionalen Arbeit.

Ich habe Euch diese Gefühle geschrieben, damit Ihr seht, dass nur wir gemeinsam etwas verändern können. Verändern durch Kastrationen, durch regelmäßiges Untersuchen beim Tierarzt. Denn ich finde es immer schlimm, wenn die Leute sagen, sie haben ihre Tiere nie beim Tierarzt gehabt. Oft sind gerade diese Katzen, sind es Freigänger, der schleichende Tod auf vier Pfoten.
Aber unser schlimmster Feind in der Winziarbeit sind immer noch die Bauern. Nicht alle, aber doch immer noch viel zu viele. Denn gerade bei ihnen verbreiten sich die Seuchen ungemein. Die Katzen kommen dort mit allen Arten von Viren in Berührung und verbreiten sie dann auf ihren Streifzügen. Dann die vielen unkastrierten Bauernhofkatzen, nur weil die Bauern noch denken, eine kastrierte Katze fängt keine Mäuse. Babys werden einfach auf dem Misthaufen, oder in der Regentonne entsorgt. Oder in einen Sack gesteckt und solange gegen die Wand geschlagen, bis kein Baby mehr vor Angst und Schmerzen schreit. Für diese Bauern ist das normal, für mich ist das ein unerträglicher Gedanke.

Diese Bauern kann man nicht ändern, sie sind fest in diesem Denken seit Generationen verwurzelt. Aber die Besitzer von Freigängern können sich ändern. Sie können nicht nur durch die Kastration ihrer Katze eine starke Vermehrung von kranken Katzenbabys verhindern. Sie können auch die Krankheiten wieder mit eindämmen, indem sie ihre Katzen immer mal wieder durch testen lassen. Denn manch eine Krankheit sieht man ihnen nicht an.

Doch auch in diesem Jahr sollten wieder alle die Augen offen halten. Die Augen auf nach Babys, die draußen geboren werden und wo viele von ihnen sterben müssen, wenn man weg sieht. Im letzten Jahr habe ich das erste Mal erleben müssen, dass sich eine Situation nach so vielen Jahren nicht zum Besseren, sondern zum Schlechteren. Das kann doch nicht das Ziel sein, das wir uns wünschen? Wir können doch nicht wollen, dass es wieder los geht mit Seuchen und Krankheiten, die schon nicht mehr da waren. Es kann uns doch nicht egal sein, dass jedes Jahr so viele Babys unnötig sterben müssen. Und gerade als Katzenbesitzer muss man doch das Gefühl haben, ersticken zu müssen, wenn man sieht, wie sich das Leid draußen immer mehr ausbreitet.

Ich wünsche mir nicht viel vom Leben. Nur Gerechtigkeit für die Tiere. Gesetze, die den Tieren helfen und nicht schaden. Gesetze, die es den Hoardern verbieten, jemals wieder Tiere zu haben und nicht ihnen erlauben, weiter zu machen. Gesetze, die Tierquälerei hart bestraft und nicht beim Aussetzen von Babys nur ein hilfloses Kopfschütteln verursachen. Ich wünsche mir eine Kastrations- und Kennzeichnungs-, mit Meldepflicht. Und ich wünsche mir, dass die Menschen nicht immer zu lange weg sehen. Ein Baby, das draußen geboren, 16 Wochen alt ist, findet keinen Platz und keine Hilfe für ein liebevolles happy End mehr. Es wird früh kastriert und wieder raus gesetzt. Oder einfach von den Menschen sich selber überlassen, bis es irgendwann mal in einer Falle gefangen und kastriert werden kann. Ein Baby, welches sich dieses Leben nicht ausgesucht hat, in der Statistik Tierschutz eine Nummer. Wollen wir das?

Eines Tages werden mehr Babys auf der Straße sein, als wir alle packen können. Eines Tages werden die kleinen Katzenhelfer nicht mehr da sein, diese Plätze wird es dann nicht mehr gehen?
Darum bitte, lasst uns nicht, wie im Ausland, in einer Katzenflut ersticken, sondern sorgen wir gemeinsam dafür, dass es keine wilden Vermehrungen gibt und sich die schlimmen Krankheiten wieder eindämmen. Es ist nicht schwer, man muss es nur für die Katzen wollen. Für die Wesen, die uns Menschen niemals so ein Schicksal antun würden. Darum bitte, lasst Eure Katzen/Kater kastrieren und vor allem, lasst Eure Freingängerkatzen zwischendurch immer mal wieder testen. Damit würdet Ihr schon den Katzen enorm helfen. Denn keine Katze wünscht es sich, draußen, oder bei seinem Besitzer, als Brutmaschine zu fungieren. Wir wollen ja auch nicht jedes Jahr ein Kind bekommen, oder?

Die Nächsten, die gehen werden, sind wir. Nicht weil wir wollen, nein, wir müssen. Wir schaffen es einfach nicht mehr lange, gegen die Großen zu bestehen. Wir bekommen zwar alles gebracht, was man draußen an Katzen findet, aber wir bekommen keine Hilfen, oder Unterstützungen. Hätten wir hier nicht die vielen lieben Engel, hätten wir schon längst aufgeben müssen. Manchmal denke ich, in Heinsberg nennt man uns einfach nur "den Mülleimer".
Weihnachten 2016 haben wir durch das Fressnapf Team in Erkelenz und seinen Kunden eine riesen Unterstützung erhalten. Wir durften so viel Futter wie noch nie bei dieser Weihnachtsaktion abholen. Dafür bin ich ihnen heute noch sehr dankbar und ich hoffe, dass wir das im nächsten Jahr auch wiederholen können. Denn diese Hilfen halten uns lange über Wasser beim Futter. Durch den Fressnapf in Erkelenz finden auch immer mal wieder Hilfen den Weg zu uns, aber ansonsten kämpfen wir hier nur mit Euch Engeln um das Bestehen von Winzlinghausen.
Das kann man natürlich nicht sehr lange durch halten. Immer die Sorge um die wilden Winzis und die Sorgen, wie lange schaffen wir noch die Tierarztkosten und das Futter zu finanzieren. Denn wie gesagt, wir sind in unserer Region bei den Großen immer nur "der Mülleimer". Man wirft rein, was man nicht will und dann ist gut. Wenn die Hilfe der Leute nicht wäre, ich hätte nicht gewußt, wie man Jahr für Jahr immer die 80 bis 140 Winzis/Katzen schaffen soll.

Dieses Jahr werden wir wieder unser Bestes geben, um zu helfen und durch die Umbauten habe ich nun auch solche Krankheiten besser im Griff, obwohl ich hoffe, uns wird es dieses Jahr nicht schon wieder so hart treffen. Aber wir müssen auch ehrlich sein, wenn wir dieses Jahr nicht als Katzenschutz anerkannt werden, müssen wir aufgeben. Im letzten Jahr waren es über 14.000 Euro, die wir dank Eurer Hilfe voll abdecken und wieder ein Jahr ohne Altlasten beginnen konnten. Wir sind ja kein TSV und da finde ich die Summe enorm, vor allem, weil sie ja nur für Winzis und adulte Katzen war.

2017 möchte ich auf alle Fälle noch schaffen, denn im Februar 2018 haben wir unser 10jähriges Bestehen und da arbeite ich drauf hin. Dafür verzichte ich auf alles und arbeite bis zum Umfallen. Denn 10 Jahre Katzenschutz ist mein Ziel und für dieses Ziel kämpfe ich. Und eigentlich wollte ich bis dahin auch die zahl 1000 als Katzen sehen, aber das hat nicht geklappt, weil wir 2016 schon diese Zahl überschritten haben. Aber egal, wenn ich es schaffe, bis Februar 2018 durch zu halten, dann wird das mein schönstes Geschenk werden. 10 Jahre Katzenschutz im Kleinen mit großer Wirkung für viele, viele Winzis. Dann gehen mein Mann und ich auch mal essen. ;-)

Sodale, nun wünsche ich Euch einen wunderschönen Sonntag. Liebe Grüße, Elke und ihre Herzkatzen aus Winzlinghausen.

 


Januar 2017

24. Januar

 

Wo Worte fehlen,
das Unbeschreibliche zu beschreiben,
wo die Augen versagen,
das Unabwendbare zu sehen,
wo die Hände das Unbegreifliche nicht fassen können,
bleibt einzig die Gewissheit,
dass Ihr für immer in unseren Herzen weiterleben werdet.

 

 

 

Mit diesen Worten möchte ich Euch von 9 Jahren Hilflosigkeit, Hoffnung, Trauer und Glück erzählen. Möchte Euch von den vielen kleinen und großen Notnasen erzählen, die alle auf ein Leben in Geborgenheit gehofft haben und wovon einige von ihnen doch geboren wurden, um zu sterben.

 

 

 

Immer wieder werden Katzen als Problem angesehen. Streuner verurteilt, Katzen, die lästig werden, ausgesetzt und Katzen als Gebärmaschinen missbraucht, damit Besitzer ihre angeknackste Psyche in Form von Katzenbabys für vier bis fünf Wochen vergessen können. Was aber niemand sehen will, ist, dass die Katzen durch die unverantwortlichen Besitzer und den Ruf, ein Problem darzustellen, in eine Schiene gedrückt werden, die sie sich nicht ausgesucht haben und die sie nie selber wählen würden. Warum also wird nicht endlich mal das Problem da gesehen, wo es ist? Nämlich beim Menschen, der wie immer über das Wohl und das Leid der Tiere entscheidet.

 

 

 

Streuner werden nicht als Streuner geboren. Sie werden von den Menschen zu Streunern gemacht, ja gar verurteilt. Ein Streuner ist nichts anderes, als eine Besitzerkatze, die mal ein Zuhause hatte und deren Besitzer ihrer überdrüssig wurden, oder die irgendwann im Freigang durch eine Begebenheit verschwand und nach einiger Zeit aufgegeben wurde. Es gibt ja genug Katzen, man kann sich also wieder eine neue Katze holen. Diese eine Katze, die dann auf der Straße leben muss, kämpft um ihr Überleben. Mal findet sie eine Futterstelle, schließt sich einem Verband an und wird, wenn sie nicht kastriert wird, irgendwann zur Mami, oder zum Deckkater, der viele Jahre seinem Trieb folgt. Manchmal hat so eine Katze auch Glück und findet Menschen, die sie aufnehmen und ihr ein neues Zuhause geben, aber von 10 Katzen bleiben 6 Katzen auf der Straße. Ja, und dann bekommen sie den Namen Streuner, obwohl es ganz normale Hauskatzen sind, die einmal von Menschen angeschafft wurden, weil man ja unbedingt eine Katze haben und lieben wollte. Lieben wollte, bis man sie gegen eine neue Katze austauscht.

 

 

 

Und dann kommen die Babys dieser Katzen. Babys, die viel zu oft geboren werden, um zu sterben. Zu sterben an Krankheiten, die sie meist schon von den Eltern mit bekommen. Sterben an dem berühmten Katzenschnupfen, den mittlerweile schon jede dritte Katze draußen hat und dann auch viele Katzen schon chronisch. Sterben, weil Marder und Ratten sie finden, sie zerreißen, sie bei lebendigem Leib auffressen.

 

 

 

Die Babys, die überleben, nennt man wild geboren. Also Wildlinge, oder Wildis. Sie lernen schon sehr früh, den Menschen nicht zu vertrauen und meist sind sie schon mit 8 Wochen so verwildert, dass es oft schwer und Zeitaufwendig ist, sie zu sozialisieren. Sind sie erst einmal 16 Wochen werden sie von den Tierschutzvereinen kaum noch genommen. Kaum vermittelbar, da man Zeit investieren muss und daher werden sie mit einer Frühkastration wieder zurück auf die Straße gesetzt, wo sie dann versuchen, in ihrem jungen Alter das Leben in unserer gefährlichen Welt zu meistern. Denn gefährlich ist unsere Welt für sie. Gefährlich durch die vielen Straßen und Autos, durch wilde Tiere, die auf Beute gehen, durch Jäger und Sadisten, die Spaß am quälen und töten der Katzen haben. Viel zu oft finden wir tote Jungtiere, manche kaum noch zu erkennen, manche vergiftet, überfahren, halb aufgefressen. Und wenn wir ehrlich sind, dürfen wir nicht sagen, diese Katzen sind ein Problem, sondern müssen sagen, wir Menschen sind das Problem der Katzen. Und wir sind es, die sie zum Tod verurteilen, weil wir es immer noch nicht gelernt haben, einen Weg zu finden, indem die Katzen eine Lobby haben und so gesehen werden, wie sie sind. Als Lebewesen, die ein Recht darauf haben, in Würde ihr Leben führen zu dürfen.

 

 

 

Jedes Jahr wiederholt sich der „große Katzenfilm“. Man schreibt über die Streuner, berichtet in Worten und Bilder über den Sinn und Zweck der Kastrationen, fordert eine Kastrations- und Meldepflicht, um dann im Winter wieder zu verstummen. Bis zum nächsten Frühjahr.

 

 

 

Aber muss das sein? Müssen wir Jahr für Jahr das Gleiche schreiben und lesen? Warum können wir nicht alle Katzenbesitzer erreichen. Wieso können sie sich Jahr für Jahr die schrecklichen Bilder und Geschichten ansehen und ihre Katzen trotzdem draußen unkastriert laufen lassen? Gibt es einen vernünftigen Grund, seine Katze nicht kastrieren zu lassen? Ich glaube nicht, denn das alte Denken ist schon lange vorbei. Nur dumme Menschen glauben noch, dass kastrierte Katzen:

 

kein schönes Fell bekommen

 

erst einmal Babys gehabt haben müssen

 

nicht wachsen

 

keine Mäuse mehr fangen

 

weg laufen

 

von Autos überfahren werden

 

aussterben

 

 

 

Es gibt noch viele Gründe, die Besitzer von unkastrierten Katzen anbringen und auch manche Tierärzte praktizieren noch das alte Denken. Aber Fakt ist, nur eine Kastration rettet Katzenleben. Durch die Kastration werden nicht mehr so viele Babys geboren, es gibt fast keine wilden Babys mehr und es sterben auch weniger Babys. Das Fell von kastrierten Katzen ist wunderschön, sie wachsen auch normal, werden nicht von Autos überfahren, fangen auch weiterhin Mäuse, laufen nicht weg, werden nicht von Autos überfahren und sterben auch auf keinen Fall aus.

 

 

 

Also, warum denken immer noch dumme Menschen, sie wären der Nabel der Welt und wissen, dass nur eine unkastrierte Katze glücklich ist? Und warum muss jeder, der Probleme mit sich selber hat, mindestens einmal Katzenbabys haben? Weil seine Katze so schön ist? Weil die eigenen Kinder das Haus verlassen haben und er Langeweile hat? Weil man mit Katzenbabys schnell mal einen leichten Euro verdienen kann? WARUM???

 

 

 

2017 wird für mich auch wieder ein Jahr der Tränen, denn auch wenn ich viele Babys ins Glück verhelfen kann, werden darunter auch wieder die Babys sein, die ich nur noch weinend im Arm halten darf, bis sie ihren letzten Atemzug machen. Babys wie Eddy, Lenard, Arielle, Keks, Dina, Fritzi, Baby, Angel, Pfütze und wie sie alle noch heißen. Babys, die geboren wurden, um zu sterben. Babys, die mit zertrümmerten Knochen, abgefressen Gliedmaßen, von schweren Krankheiten gezeichnet, durch Unfälle verletzt und halb erfroren/verhungert zu mir gebracht werden. Wo ich helfen möchte und es nicht kann. Wo ich spüre, sie möchten so gerne leben. Wo ich ihre Augen sehe, die mich hoffnungsvoll um Hilfe bittend ansehen und ich ihnen sagen muss, dass ich sie nur auf ihren letzten Weg begleiten kann. Und auch wenn ich 2017 vielen kleinen Winzis eine zweite Chance verschaffen kann, bleiben die toten Winzis wie ein Mahnmal in meinem Herzen.

 

 

 

Man zerbricht daran, schafft es kaum, in den kurzen Wintermonaten wieder genug Kraft zu tanken, um dann im Frühjahr wieder voll Herz und Motivation einsteigen zu können. Denn die Bilder vergißt man nie. Nicht nach einem Monat und nicht nach einem Jahr. Weil hinter jedem Bild ein kleines Wesen steht, welches leben wollte und doch schon zum Tode verurteilt war, bevor es geboren wurde.

 

 

 

2017 werden wir, so hoffe ich, noch effektiver für die Winzis da sein können. Denn dank dem Verein „Frieden für Pfoten“ dürfen wir nun einen Inkubatur (Brutkasten) zur Babyrettung einsetzen.

 

Aber trotzdem hoffe ich, dass meine Bitte, alle Katzen kastrieren zu lassen, langsam erfüllt wird. Es wird kein Wunder geschehen und die Katzenbesitzer, die jetzt unverantwortlich denken, wachen morgen alle auf und sehen das Katzenleid. Aber ich weiß, dass immer mehr umdenken und ihre Katzen kastrieren lassen und mit jeder kastrierten Katze sinkt das Leid dieser so zauberhaften Wesen. Und eines Tages brauchen wir keinen Katzenschutz, keine Katzenhilfe mehr. Denn dann sind alle Katzenbesitzer verantwortungsvoll, es werden keine Babys mehr auf der Straße geboren, es werden keine Katzen mehr unkastriert als Freigänger raus gelassen und man will nicht mehr unbedingt Babys von der eigenen Katze haben.

 

 

 

Doch bis dahin muss ich weiter Jahr für Jahr die Geschichten schreiben, die mir das Herz zerreißen. Denn das Leid der Katzen ist das Schlimmste, was man bei der Katzenhilfe erleben muss.


22. Januar

WICHTIG!!!!

BITTE TEILT ES SO OFT ES GEHT! DER ARME KERL MUSS NUN GANZ ALLEINE AN EINER FUTTERSTELLE LEBEN, DIE MAL VON TIERSCHÜTZERN VERSORGT WURDE. NACHDEM DORT NICHT MEHR GEFÜTTERT WERDEN DURFTE, WURDEN ALLE KATZEN, BIS AUF CHARLIE, UMGESIEDELT.
ANHAND DES TÄTOOS SCHEINT CHARLIE EIN "RUMÄNIEN IMPORT" ZU SEIN. SCHADE, SO EIN LEBEN HAT ER JA NICHT VERDIENT.
BITTE HELFT ALLE MIT, DASS AUCH CHARLY ENDLICH SEIN GLÜCK FINDET. KEIN TIER SOLLTE DRAUßEN ALLEINE ZURÜCK GELASSEN WERDEN.

DANKE AN DIE BEIDEN HERZEN, DIE SICH DRAUßEN UM CHARLY KÜMMERN.


 

Guten Morgen Ihr Lieben,
was wurde aus ........?

Heute möchte ich Euch mal zwei Happy Ends einsetzen, die ich besonders schön finde, da die beiden Süßen aus Winzlinghausen sind. Beide kannten sich vorher nicht. Ein Winzling haben wir 2015 vermittelt und den zweiten Winzling 2016.

Hope kam 2015 zu uns. Sie hatte mit ihren Geschwistern ein tragisches Schicksal. Ihre wilde Mami hatte sie in Dormagen in einer Lagerhalle geboren, wovon der Besitzer nicht begeistert war. An einem Wochenende sperrte er die Mami einfach aus und wollte wo so die Babys verhungern lassen. Aber leibe Mitarbeiter haben uns über eine liebe Freundin kontaktiert, die schon sehr schwachen Babys am Montag eingesammelt und einer Fahrerin von uns übergeben. Als die Babys hier an kamen, waren sie schon sehr schwach, stark unterkühlt und Hope lag schon im Übergang.
Es fiel mir sehr schwer, aber ich entschied, Hope in der Mitte ihrer Geschwister gehen zu lassen. Sie konnte schon nicht mehr reagieren und schlucken, und dann wird das Kämpfen zur Qual. So habe ich ihnen ein warmes Nest gemacht, Hope in die Mitte ihrer Geschwister gelegt und ihr die Zeit gegeben, sanft einzuschlafen. Eine halbe Stunde später, die Babys waren mittlerweile auf Körpertemperatur, wollte ich nachschauen und den kräftigeren Geschwistern etwas Milch geben. Was ich dann sah, ließ mich erst erschrecken, dann aber sofort handeln. Unsere kleine Hope hatte ihr Köpfchen gehoben und ganz leise gefiept, als wollte sie sagen, bitte hilf mir. Sofort habe ich eine vorgewärmte Decke genommen, sie rein und dann mit dem Überlebenstrank angefangen. Danach habe ich ihr Tröpfchen für Tröpfchen Milch eingeflößt und sie dann wieder vorsichtig in die Mitte ihrer Geschwister gelegt. Nachdem ihre Geschwister versorgt waren, bekam sie noch einmal etwas Milch und dann musste sie zeigen, ob ihr Wille und ihre Kraft reicht. Mit jeder halben Stunde wurde sie stärker und stärker. Und aus unserer kleinen Hope wurde eine richtige Kämpferin, die sich Schritt für Schritt ins Leben zurück arbeitete.
Sie wurde mein kleiner Liebling und ich habe dolle geweint, als sie ihr neues Zuhause gefunden hatte. Aber sie hatte es sich verdient, nun in einer lieben Familie geliebt und verantwortungsvoll versorgt, leben zu dürfen. Ja, und so ging nach vielen Wochen mein kleines Kapitel Hope mit einem Happy End zu Ende. Heute heißt Hope Luna und ist eine wunderschöne Katzendame geworden, die die Liebe aus Winzlinghausen an unseren Samu weiter gibt.
Unser Samu, der mit seiner Schwester Samira die letzten Babys 2016 aus unserem Projekt ...... waren. Nach ihnen kommen keine Geschwister mehr, denn ihr Papi wurde leider Ende des Jahres überfahren und ihre Mamis sind, bis auf eine, alle kastriert.
Samu und Samira waren Wildlinge aus dem Bilderbuch. Keiner hätte sie genommen, vor allem Samu nicht. Kaum die Hand gesehen, biß er zu. Samira war zwar auch scheu und wild, aber zum Glück ließ sie sich anfassen. Während der Quarantäne dachte ich noch, die Beiden müssen zusammen bleiben, aber später, in der Gruppe, stellte sich dann heraus, dass Beide zu unterschiedlich waren und jeder sein eigenes Ding abzog. Und so bekamen Beide ihr eigenes Happy End. Samira zog bei uns eine Straße weiter zu einer lieben Familie. Und Samu zog zu Hope, die ihn mit all ihrer Liebe aufnahm. Durch Hope und seine neuen Eltern, die ihm liebevoll alle Zeit der Welt geben, taut er immer mehr auf, lässt sich schon mal anfassen und genießt mit Hope sein Happy End.

Ja, und ich genieße das auch, denn das ist mein Lohn für all die Arbeit. Für all die Sorgen, die vielen schweren Stunden, die Tränen, das Lachen und die glücklichen Augen meiner Winzis, wenn sie das große Glück gefunden haben. Und heute möchte ich Euch einmal ein wenig an so einem happy End teilhaben lassen. Denn nicht alle Winzis haben das Glück und auch 2017 werde ich mich wieder von einigen Winzis traurig an der RBB verabschieden müssen. Doch wenn es mir gelingt, wieder vielen von ihnen eine zweite Chance zu ermöglichen, dann lohnt sich das alles. Dann möchte ich mit keinem tauschen. Denn, auch wenn es nur Katzen sind, ist es mir jeder einzelne Winzling wert. Egal, woher er ist, er findet in Winzlinghausen Hilfe und Liebe.

Nun wünschen wir Winzlinghausener Euch allen einen wunderschönen Sonntag, mit ganz viel Sonne im Herzen.
Liebe Grüße, Elke

 


19. Januar

Es gibt einen neuen Link auf unserer Linkleiste zu unserer Arbeit. "Winzlinghausen - ein warmes Nest ensteht". Dort berichten wir Euch immer aktuell über Winzlinghausen 2017.

21. Januar

Heute waren wir mit unserem Pedro beim Tierarzt. Er bekam in Narkose die Zähne wieder gemacht und da sein Sabber ja blutig und klebrig ist, wurden die Stellen rasiert, die schon verklebt waren. Leider kann man Pedro ja nicht mehr bürsten, da durch das Katzen Aids seine Haut so dünn geworden ist, dass ihm das Bürsten schmerzt und die Haut auch einreißt. Daher geht er alle halben Jahre zur Fellpflege zum Tierarzt. Und wenn er einmal in Narkose ist, werden alle Baustellen bei ihm abgearbeitet.

 

 Die Leser von uns kennen unseren Pedro ja noch. Er kam 2013 zu uns, nach einer langen Reise als Wanderpokal unter "Hobbyzüchtern" und Liebhabern der Rasse heilige Birma.

Pedro wurde als Zuchtkater regelrecht missbraucht, musste immer zum Decken herhalten und kam hier nach fünf Vorbesitzern krank und erschöpft an. Bei den Untersuchungen und dem großen Bluttest stellte sich dann heraus, dass er mit FIV ( Katzen Aids ) Infiziert war.

Pedro durfte bei uns bleiben, er sollte zur Ruhe kommen und ein Leben in einer Familie finden, wo er geliebt, geachtet und nicht mehr missbraucht wird.

 

Vor zwei Jahren brach dann leider die Krankheit bei ihm aus und seitdem bekommt er jeden Monat seinen Cocktail, damit es ihm trotz dem Ausbruch gut geht.

Klar, merkt man ihm an, dass er nun nicht mehr die Lebenserwartung eines gesunden Katers hat, aber Pedro hat so viel Lebenslust, dass wir ihm noch jeden Tag, den er leben möchte, auch schenken möchten. Er hat es einfach nicht verdient, nach seinem schlimmen Vorleben, jetzt einfach abserviert zu werden. Und auch wenn er jetzt durch die Krankheit schon gezeichnet ist, bleibt er doch unser Pedro, den wir von ganzem Herzen lieben und nicht missen möchten. Er ist so liebevoll, hat sich in der Zeit vor dem Ausbruch wie ein Papi um unsere Kleinsten gekümmert und liebt die Menschen, trotz der schlimmen Vorgeschichte. Darum werden wir Pedro auch nicht einschläfern lassen, solange sein Leben keine Qual für ihn ist.

 

Ich weiß, viele werden sagen, wir sind verrückt, so viel Geld in einen Kater zu stecken, der eh nur eine kurze Lebenserwartung hat. Aber jedes Tier hat es verdient, mit Achtung, Respekt und Liebe behandelt zu werden. Sie können nichts für ihr Leben. Dieses schlimme Leben wurde ihnen doch durch die Menschen aufgezwungen. Und wir versuchen, ihnen ein wenig das leben zu schenken, was sie verdienen. Denn wir müssen uns ja dafür entschuldigen, was dumme Menschen, denen es nur ums Geld geht, angetan haben. Ja, und deshalb werden wir unseren geliebten Pedro alles tun, damit es ihm gut geht, auch wenn man uns dafür eventuell verurteilt.

Jeder Mensch sollte ein Tier mit dem Herzen und nicht mit den Augen sehen. Mit dem Herzen kann man einem Tier in die Seele schauen und man sieht das wunderbare Wesen, welches man immer lieben wird.

Heute waren wir mit unserem Paulinchen beim Tierarzt zum impfen und chipen, denn sie hat zwei Herzen gefunden, die ihr eine Chance auf ein liebes Familienleben geben möchten. Nun drücken wir ihr die Daumen, dass es dort mit den beiden vorhandenen Katern klappt und sie auch ein liebevolles Zuhause hat. Denn keine Katze sollte nicht alleine sein. Auch wenn immer noch dumme Menschen denken, wenn sie ihre Katze aussetzen, passiert schon nicht, da Katzen gut draußen zurecht kommen. Pauline z.B. wäre draußen an Hunger und Krankheit gestorben. Denn als sie zu uns kam, war es schon kurz vor knapp. Darum freuen wir uns so dolle für sie, dass sie noch eine zweite Chance bekommen hat.


Guten Morgen zusammen,
mein Name ist Pauline und ich wohne seit Dezember 2016 in Winzlinghausen.
Ich wurde von einer Dame draußen halb verhungert und mit leichten Kopfverletzungen in ihrem Garten gefunden. Sie konnte mich aber nicht aufnehmen, da sie zwei Hunde hat, die Katzen nicht mögen und so suchte sie Hilfe. Tja, und nun lebe ich in einem eigenen Gehege neben Omi Flocke, weil ich ja erst einmal einzeln gehalten bleiben musste, bis alle Werte vom TA da waren und man auch noch fest stellte, ich komme mit Katzen nicht gut klar. Ich kenne sie nicht und sie machen mir Angst. Wahrscheinlich wurde ich, bevor man mich in der Kälte vergaß, jahrelang als Einzelkatze in der Wohnung gehalten. Nun bin ich ca. 3 Jahre, kenne nichts, wie z.B. einen Kratzbaum, ein Körbchen, Spielzeug. Daher schlafe ich immer noch auf dem Fußboden, aber manchmal lege ich mich auch weich. Ich fresse gerne Soßenfutter und weiche Leckerlie. Hartes Trofu, oder harte Leckerchen mag ich nicht. Ich trinke sehr gerne Katzenmilch, Wasser nicht so gerne. Doch das Wichtigste ist, ich bin eine ganz liebe, verschmuste, ruhige Maus. Ich mache nichts kaputt, schrei nicht rum und möchte einfach nur meinem Menschen gefallen.

Nun sucht meine Pflegemami für mich ein Zuhause, obwohl sie mir auch schon gesagt hat, dass es schwer sein wird, denn ich bin ja kein Baby mehr und die älteren Kaliber ab 1 Jahr haben es immer schwer, ein Zuhause zu finden. Dann bin ich auch nichts Besonderes, sondern einfach nur eine etwas korpulente, Grautigerin, mit einem Alter von ca. 3 Jahren.

Ich bin oft traurig. Verstehe nicht, warum meine Besitzer mich einfach im Stich gelassen haben und wenn ich auf meine Pflegemami warte, liege ich meist auch nur ganz ruhig auf dem Teppich. Muss ich in die Box, bekomme ich Angst und will da wieder sofort raus. Ich will nicht mehr auf die Straße, denn dort habe ich keine Chance und ich verstehe noch nicht, dass ich mit dem Transportkorb nur zum Tierarzt und wieder zurück fahren muss.
Ja, und manchmal frage ich mich, was habe ich getan, dass ich so Etwas erfahren musste und nun in Winzlinghausen wohne, wo es zwar wunderschön ist, aber es ist nun mal nicht eine eigene Familie und unsere Pflegemami muss sich ja um viele Näschen kümmern. Also schlafe ich die ganze Zeit, oder warte, bis sie wieder zu mir kommt.

Glaubt mir, das Los einer ausgesetzten Adulten, die vorher noch als Einzelkatze falsch gehalten wurde, ist nicht einfach. Ich könnte ja schon lange mit den anderen Katzen zusammen sein, aber ich kann das noch nicht. Gehe da auf Fauchen und Knurren, die Anderen bekommen Angst, oder Omi Flocke kommt dann gleich und will mir eine rein hauen. Darum kommt heute Limpi zu mir. Er hat ein Herz aus Gold und kümmert sich um jede Katze, oder jedes Baby ganz liebevoll und mit ganz viel Geduld.

Trotzdem, auch wenn der Limpi wirklich ein Netter ist, suche ich doch ein eigenes Zuhause, wo man mich liebt und verantwortungsvoll hält. Und wo ich meinen Menschen immer nahe sein darf. Ich bin auch eine ganz ruhige Maus, wenn ich mal alleine bleiben muss. Dann verschlafe ich einfach die Zeit, bis meine Menschen wieder da sind.

Ich komme auch gesund, entwurmt, geimpft und gechipt ins neue Zuhause. Man kann meinen Bluttest gerne einsehen und im Impfausweis ist es auch nochmal eingetragen. Meine Blutwerte sind top und ich bin FIV, FelV und FIP negativ.

Meint Ihr, gemeinsam könntet Ihr ein liebes Zuhause für mich finden? Ein Zuhause, wo man einer Jungkatze von 3 Jahren, Liebe schenken möchte? Wo am besten keine anderen Katzen wohnen und ich zeigen darf, wie wertvoll ich bin. Wo ich nie mehr raus muss, denn draußen möchte ich nie mehr hungern und verletzt auf Hilfe warten müssen. Ein Zuhause, wo es Menschen gibt, die nicht auf das Alter schauen, sondern auf das Herz. Meint Ihr, Ihr könnt mir dabei ein wenig helfen? Ich wäre Euch so unendlich dankbar dafür.

 

Wenn noch Fragen zu mir sind, schreibt hier über Kontakt.

                           Vielen Dank und in Liebe, Eure Pauline


WICHTIG! BITTE TEILEN! DANKE EUCH.

Seit Samstag Mittag , den 31.12.2016 wird Amy aus Erkelenz vermisst. Zuletzt wurde sie auf der Kehrbuscher Straße gesehen. Seitdem fehlt jede Spur von ihr.

Amy ist 8 Jahre alt, gekennzeichnet/tätowiert und bei Tasso registriert. Alle TÄ und das Tierheim sind auch schon befragt worden und seitdem wird täglich nach ihr gesucht.

Vielleicht hat Jemand von Euch sie gesehen, oder weiß, wo so eine Katze kürzlich aufgenommen wurde. Wer in Erkelenz, in der Nähe der Kehrbuscher Straße, in einem hellen Mehrfamilienhaus wohnt, wo ein kleiner Weg ist, wo gegenüber Büsche sind, möchte bitte mal in den Kellern nachschauen. Es müsste ein Keller mit kleinen Fenstern sein, womöglich stehen Holzkisten drin. Es kann auch sein, dass hinter dem Haus eine Wiese ist, wo eine Stange steht. Eventuell mit Wäscheleinen, als Teppichstange, oder für eine Schaukel. Die Haustür könnte aus Vollglas sein.
Diese Infos sind auch für Helfer, die ihre Augen nach Amy offen halten. Wer so ein Haus kennt, oder es sieht, möchte uns sofort anrufen. Unsere Telefonnummer findet ihr hier auf der Seite im Infobereich. Vielen Dank schon mal dafür.

Die Besitzer sind total verzweifelt.


Guten Morgen Ihr Lieben,

Winzlinghausen hat für 2017 einige Änderungen in seinen Ablauf eingeführt und diese möchten Nici, Viola und ich Euch gerne mit einer kleinen Erklärung dazu einsetzen.

 

2016 war ein schlimmes Jahr für uns. Arbeitsmäßig, da wir kaum einen Tag Ruhe hatten. Kostenmässig, da wir weit über 14.000 Euro Kosten für Winzlinghausen in Form von Futter und Tierarzt hatten. Sowie die Kosten für den Umbau, um den 11er zu bekommen, damit wir die Erlaubnis zur Führung einer tierheimähnlichen Einrichtung bekommen. Diesen Schein mussten wir machen, da wir sonst nicht hätten mehr weiter helfen dürfen.

 

2017 werden wir das auf keinen Fall ( wenn man von den Umbauten absieht ) mehr stemmen können. Wir hoffen zwar, auch 2017 wieder vielen Winzlingen/Mamis/Adulten helfen zu dürfen, aber wir sind etwas vorsichtig mit unserer Hoffnung. Auch möchten wir unsere Arbeitsweise ein wenig verändern und da wir immer transparent arbeiten, möchten wir Euch hier eine kleine Erklärung dazu abgeben.

 

Durch ein wunderschönes Geschenk (ein Licht der Hoffnung ) zu Weihnachten an Winzlinghausen, haben wir uns entschlossen, dieses Geschenk 2017 als Zeichen zu nehmen. Dazu muss aber auch der Name Winzlinghausen einen kleinen Zusatz bekommen. Daher heißt es ab 2017 "Winzlinghausen, ein Licht in der Dunkelheit."

Dieses Licht wird von nun an im Fenster leuchten. Leuchten, um den Winzlingen den Weg zu zeigen, die Hilfe brauchen und keine finden.

 

Durch Evelyne haben wir in unserer Trödelecke bei Facebook eine liebevolle und wertvolle Hilfe dazu bekommen. Sie wird für Winzlinghausen wunderschöne Sachen einstellen und versteigern.

 

Mit Joachim haben wir noch einen Herzmenschen als Schreiber für Winzlinghausen dazu bekommen, der uns mittlerweile zu einem wertvollen Freund geworden ist.

 

Unser Team, ElViNi bleibt weiter, wie es ist.

Nici kümmert sich um die Patenschaften, die Danksagungen, sowie um Hilfe, die per pn angefragt wird.

Viola ist weiter für die Vermittlungen zuständig und Ansprechpartner bei Fragen rund um unsere Herzkatzen.

Und ich, Elke, arbeite weiter vor Ort. Helfe auf der Straße, übernehme die Mini Winzis, die Winzis, die Mamis und wenn wir Platz haben, die Adulten. Sie alle werden von meinem Mann und mir in Winzlinghausen aufgenommen und versorgt, bis sie ein liebes Zuhause finden.

 

Die Herzkatzen, die von uns ins Glück geschickt werden können, bekommen einen Zusatz an ihre Namen. So werden sie z.B. "Angel von Winzlinghausen" heißen. Denn alle Herzkatzen, die zu uns kommen, werden ja automatisch kleine und große Winzlinghausener.

 

Handaufzuchten von Privat, die dann wieder von ihnen übernommen werden, können von uns nur noch mit einem Übernahmevertrag angenommen werden. In der letzten Zeit haben sich die Schwierigkeiten mit diesen Besitzern gehäuft, so dass wir ohne Vertrag keine Handaufzuchten mehr übernehmen.

 

Unser Fachgebiet sind ja die Handaufzuchten und durch den Brutkasten, den wir Ende 2016 von dem Verein "Frieden für Pfoten" gespendet bekommen haben, können wir uns noch mehr auf die Mini-Winzis spezialisieren.

Natürlich nehmen wir auch weiterhin Winzis und Kitten auf, aber unser Spezialgebiet ist in den 8 Jahren die Handaufzucht geworden. Unser Dank gilt dem Verein "Frieden für Pfoten, die uns diese Hilfe ermöglicht haben. Denn so ein Brutkasten ist enorm teuer und für uns wäre diese Anschaffung nicht möglich gewesen.

 

Wir geben auch 2017 wieder Hilfestellungen für Finder, die Handaufzuchten selber machen möchten. Natürlich kostenlos und mit unserem ganzem Herzen und Wissen.

 

Alle unsere Findelkinder werden nun immer aktuell von uns auf der Seite "Benjis-Tierhezen" - Findelkinder 2017: Zuhause gesucht/gefunden" vorgestellt.

 

Dank des neuen Computersystem, welches ich von der Firma "MR Datentechnik" zu Weihnachten gespendet bekam, kann ich auch besser und aktueller im Internet arbeiten und aktualisieren. Dafür bin ich ihnen sehr dankbar, denn die Kosten für ein neues Computersystem hätten wir selber nicht aufbringen können.

 

Nun wünscht unser Team und unser kleines Winzlinghausen Euch allen ein wunderschönes Jahr 2017 und wir hoffe, auch dieses Jahr wieder vielen kleinen und großen Notnasen helfen zu können.



Aktuelles/Neues aus Winzlinghausen 2017

Guten Morgen Ihr Lieben,

mit einem lauten Knall hat uns 2016 verlassen und Platz gemacht für das Jahr 2017. Und natürlich hat das alte Jahr wieder viele Wünsche mit für das neue Jahr genommen.
Auch ich habe lange überlegt, was das neue Jahr uns bringen soll. Was mir wichtig ist und was ich mir von herzen wünschen würde.
Aber es war nicht einfach, denn 2016 war ein hartes Jahr und eigentlich müsste ich dadurch einen ganzen Sack voll Wünsche los schicken. Natürlich habe ich nur ein paar Wünsche in den Himmel geschickt. Wünsche, von denen ich hoffe, dass sie nicht allzu groß sind, damit sie uns erfüllt werden. Eigentlich auch keine großen Wünsche, aber man weiß ja nie, was das Schicksalsbuch sich davon aussucht und uns erfüllt.

In meinen Wunschsack habe ich Gesundheit, Liebe, Freundschaft und Verständnis gepackt.
Gesundheit, weil ich allen Menschen und Tieren Gesundheit, weniger Schmerzen, weniger Leid wünsche.
Dann habe ich Liebe dazu gepackt, denn ich möchte auch 2017 wieder viel Liebe den Ärmsten der Armen schenken können.
Die Freundschaft musste natürlich auch in den Sack, denn Ihr seid mir alle so liebe Freunde geworden, sodass ich hoffe, Euch auch 2017 weiter als liebe Freunde behalten zu dürfen.
Verständnis war mein größter Wunsch, denn ich habe 2016 oft kein Verständnis für die Menschen gehabt, weil ich sie nicht immer verstehen kann. Darum möchte ich 2017 verständnisvoller werden. Verständnisvoller den Menschen gegenüber, die noch nicht verstanden haben, das Katzen Lebewesen und keine Sache sind, wo man einen schnellen Euro mit verdienen kann. Und Verständnis den Menschen gegenüber, die immer noch meinen, uns in den Dreck ziehen zu müssen, die über uns lästern, uns abkupfern und sich permanent von uns angegriffen fühlen, weil sie nicht anerkennen können, dass es Menschen gibt, die mehr können, als sie. Verständnis für den Neid und der Missgunst von Menschen, die nie lernen werden, dass es besser ist, auf seinen Teller zu schauen. 2017 werden wir nicht mehr auf solche Menschen reagieren. Wir werden sie nicht mehr wahrnehmen, weil solche Menschen uns nur Kraft und Zeit rauben, die wir besser woanders einsetzen können.
Und natürlich habe ich meinen aller größten Wunsch in den Sack gepackt. Denn ich wünsche meiner Familie Gesundheit, Glück, Wärme und Liebe.
Nun hoffe ich, ich habe nicht allzu viele Wünsche in den Sack gesteckt und dass das Jahr 2017 sie mir erfüllen wird.

2017 möchte ich es ruhiger angehen. Ich wünsche mir, dass Pauline bald gesund ist und wir ein super liebes Zuhause für sie finden. Sie ist so eine liebe und ruhige Katze, die nicht stören möchte, sondern glücklich ist, einfach dabei sein zu dürfen. Wir wissen noch nicht genau, was mit ihr ist. Ich hoffe immer noch, dass die Blutuntersuchung nichts schlimmes fest stellt. Und das wir sie bald soweit aufgebaut haben, dass sie wieder Spaß am Leben hat. Unser Tierarzt und ich arbeiten ganz feste daran, denn Pauline hat es mehr als verdient, endlich ein geliebtes Leben führen zu dürfen.
Dann wünsche ich mir auch, dass Leonie es bald geschafft hat. Vom ersten Tag an bei uns war sie ja unser Sorgenkind. Und sie kann immer noch kein Zuhause suchen, weil wir immer noch gegen eine sehr hartnäckige Sache kämpfen. Zum Glück ist sie aber jetzt Fieberfrei und tobt, spielt und macht Blödsinn mit ihren Freunden. Ich hoffe aber, dass auch sie Ende Januar soweit ist, dass sie in ein liebes Zuhause umziehen kann.
Ja, und dann wünsche ich mir noch für Samira und ihrem Freund ein liebes Zuhause. Samu durfte schon das Glück erfahren, obwohl er scheu ist. Und darum hoffe ich jetzt mal, weil Samira und ihr Kumpel zutraulich sind, dass auch sie ein geliebtes Zuhause finden.

Und ich wünsche mir weniger Katzenleid auf der Straße. Möchte nicht mehr fast täglich zu toten Katzen gerufen werden. Ich werde nie so abgebrüht sein, dies zu machen, oder abzulehnen, als würde ich mir einen Gegenstand auf der Straße anschauen müssen.
Ich wünsche mir weniger Babys, denn 2016 war schon enorm hart und auch unser Tierarzt meinte am Freitag noch, so ein hartes Jahr hatten wir noch nie. Wenn ich ehrlich bin, stimmt das auch und ich weiß nicht, wie oft ich weinend im Garten gesessen habe und dachte, ich schaffe das alles nicht mehr. Kaum hatte man ein Baby fit, kamen die nächsten kranken Babys. Dazu die Mamis mit ihren Kitten, oder die trächtigen Mamis. Jeden Tag dazu noch die Notfahrten und die Suche nach Unterbringungsmöglichkeiten für verwilderte Jungkatzen, Adulte und Oldies.

Doch am schlimmsten waren für mich die Verluste. Das ich Teddy, Andy, Dina, Keks, Krümel und Marie nicht helfen konnte. Und die vier Nachrichten, dass Amy, Finn, Miss Penny und Fiona gestorben sind. Das hat 2016 für mich zu einem schlimmen Jahr werden lassen. Denn, auch wenn der Tod bei dieser Hilfe auch dazu gehört, werde ich mich daran gewöhnen können.

139 Babys und Adulte durfte ich in diesem Jahr kennen und lieben lernen. Ich durfte einen Teil ihres Weges mit ihnen gehen und ich war dankbar, ihnen helfen zu dürfen. Dies ist die schöne Seite meiner Aufgabe. ich darf immer für eine Zeit ein Teil bei den Katzen werden. Darf mit ihnen lachen und weinen. Mit ihnen kämpfen, aber auch einfach nur still die Liebe von ihnen genießen. Ich hoffe zwar, dass es 2017 weniger wird, aber ich möchte kein Herz von 2016 missen. Jedes Einzelne war für mich etwas Besonderes und wird immer einen Platz in meinem Herzen haben.

Heute ist meine Woche Weihnachtsurlaub vorbei. Eine Woche, die ich sehr genossen habe und auch in der kommenden Woche werde ich nur die wichtigsten Arbeiten machen, denn ich versuche Kraft zu tanken, weil der Mai mit großen Schritten kommen wird, und mit ihm wieder die Babys. Ein wenig Angst habe ich jedes Jahr davor, aber auch Freude darauf, denn wir konnten 2016 wieder viele Erkenntnisse sammeln und viel dazu lernen. Ja, wir lernen immer, denn es gibt so vieles, was wir noch nicht wissen, oder können, und keiner ist perfekt.
Ich habe zwar meine Grenzen, die ich nie überschreite, weil ich fachliche Kompetenz durch einen Tierarzt nie durch selbst auferlegte Überschätzung an den Tieren auslassen würde. Aber natürlich eignet man sich durch die Erfahrung immer mehr an und wenn ich nur an die Giardien denke, die ich vorher nicht kannte und jetzt alles über sie weiß, merkt man, dass die Tierhilfe ein ewiges Lernen ist.
Durch den Brutkasten, den ich von Frieden für Pfoten geschenkt bekam, habe ich auch eine enorme Arbeitserleichterung. Mit ihm kann man sogar Medikamente für die Atmung zerstäuben. Kein Inhalieren mehr in einem Transportkorb mit Decke drüber. Das erleichtert natürlich enorm und man kann sich intensiver kümmern. Trotzdem bin ich noch unsicher und wahrscheinlich erst froh, wenn die ersten Babys den Brutkasten verlassen und ich sehe, dass ich damit umgehen kann. Trotzdem hoffe ich, nicht allzu viele Babys zu bekommen, wobei ich denke, dass diese Hoffnung sich auch erfüllt, da wir ja jetzt weitaus mehr Vereine haben, die Babys aufnehmen. Ich denke, so viele Babys können die Katzen in diesem Jahr gar nicht bekommen und wer weiß, vielleicht wird 2017, nach dem Rekord Jahr 2016 mit den meisten Katzen/Babys, jetzt das Rekord Jahr mit den wenigsten Katzen/Babys.

2017 bleiben wir auch weiterhin unserer Linie treu. Wir werden weiter transparent arbeiten und berichten. Aber eins wird sich ändern. Ich werde wieder von jedem Näschen seine Geschichte und einen Bericht schreiben. Im letzten Jahr habe ich vieles in mich rein gefressen, weil ich Euch nur die schönen Sachen schreiben wollte. Aber das macht kaputt und die Menschen oft auch gleichgültig den Katzen gegenüber. Sie sehen ja fast nur das Gute und Schöne und denken, alles ist so einfach und unkompliziert und die Katzen brauchen keine Hilfe. Das stimmt ja so nicht und daher möchte ich auch in diesem Bereich ein wenig transparenter werden. Schlimme Bilder wird es aber auch weiterhin nicht geben.

Auch werden wir weiterhin als Team ElViNi arbeiten. Wir gehen nun ins dritte Jahr und ich bin immer überwältigt, wenn ich sehe, was wir zu Dritt bis jetzt auf die Beine stellen konnten und erreicht haben. Ja, und natürlich sind wir schon weit mehr als nur Freundinnen. Wir mich sind Nici und Viola wie Schwestern und sie gehören zu meinem Leben dazu, ohne Wenn und Aber.

Seit Ende 2016 ist jetzt noch Evelyne zu uns gestoßen, die seitdem unseren Trödelmarkt mit viel Liebe aufbaut und ich bin immer noch sprachlos, was Nici und sie mit dem Weihnachtsflohmarkt für die Winzlinge auf die Beine gestellt und welches fantastische Ziel sie erreicht haben. Darum bin ich jetzt froh und dankbar, dass Evelyne 2017 der Engel unseres kleinen Trödelmarktes sein wird.

Für 2017 haben wir schon ein paar tolle Aktionen geplant, die wir aber immer erst dann bekannt geben, wenn es soweit ist. Aber glaubt mir, sie sind toll und Ihr werdet wieder eine Menge Spaß mit uns haben.

Und unser Name bekommt 2017 noch einen Zusatz, denn wir haben ein neues Licht zu Weihnachten geschenkt bekommen, welches ab jetzt immer im Fenster für die Notkatzen leuchten wird.
Und da auf dem neuen Licht "Winzlinghausen, ein Licht in der Dunkelheit" steht, haben Nici, Viola und ich beschlossen, diesen Namen auch zu übernehmen. Klingt vielleicht jetzt überheblich, ist es aber ehrlich nicht. Wir sehen das ja als kleines Licht und wollen damit nicht angeben, sondern einfach nur den Seelchen, die draußen keine Hilfe finden, einen Weg aufzeigen. Darum nicht denken, wir sind eingebildet. Das sind wir nicht. Wir waren, sind und werden immer ElViNi mit dem Herzen für die Notkatzen bleiben.

So, nun denke ich, habe ich Euch genug um die Ohren geschrieben und werde jetzt mal zu meinen Herzkatzen gehen, denn die zweite Fütterung ist fällig. Komischerweise haben sie dieses Jahr mit Silvester keine Probleme gehabt. Und hier wurde wirklich viel und lange geböllert. Ich hatte dadurch eine ruhige Zeit, habe mit ihnen gespielt und um 2 Uhr hat jeder noch ein Leckerchen bekommen, weil sie so vorbildlich waren.

Die Winzlinghausener und wir wünschen Euch jetzt ein wunderschönes Jahr 2017. Ein Jahr voller Gesundheit, Liebe, Glück und Erfolg.